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Mrz 02 2022

 von: Marcus Schwarten

Der Hamburger Glasfaser-Anbieter wilhelm.tel und die Deutsche Telekom haben eine Zusammenarbeit bekanntgegeben. Beide Anbieter öffnen ihre Netze für den jeweils anderen Partner öffnen und bekennen sich damit zum Prinzip des sogenannten „open access“.

Telekom und wilhelm.tel vereinbaren Netzöffnung

Wie die Deutsche Telekom heute per Pressemitteilung bekanntgab, hat man sich mit dem Hamburger Glasfaseranbieter wilhelm.tel auf die Rahmenbedingungen für eine langfristige Kooperation geeinigt sowie die hierfür erforderliche Absichtserklärung unterzeichnet. Damit bekennen sich beide Unternehmen zur gegenseitigen Netzöffnung und folgen damit dem Prinzip des sogenannten „open access“. Im nächsten Schritt wollen beide Parteien die Vertragsverhandlungen voranbringen und noch im ersten Quartal des Jahres den finalen Kooperationsvertrag unterzeichnen.

 

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Glasfaser-Kunden der wilhelm.tel ab Ende des Jahres 2022 auch Produkte der Telekom buchen können. Dies betrifft rund 205.000 Haushalte, die wilhelm.tel in ihrem Glasfasernetz mit schnellem FTTH (Fiber to the home) versorgt. Bis Ende 2025 soll die Anzahl auf rund 350.000 Haushalte steigen. Die Vereinbarung ist die erste Wholebuy-Kooperation mit Glasfaser bis in jeden Haushalt (FTTH) der Telekom in Deutschland.

Telekom plant auch eigenen Ausbau in Hamburg

Dank der Kooperation, kann die Deutsche Telekom einen großen Teil der Metropolregion im Norden mit ihrer Festnetz-Produktpalette und Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s abdecken. Zudem will der Konzern in Hamburg bis 2025 rund 540.000 Haushalte mit Glasfaser erschließen. Hierbei kommt man sich allerdings nicht mit wilhelm.tel in die Quere, da man sich auf noch nicht erschlossene Gebiete konzentrieren wird.

 

Theo Weirich, Geschäftsführer der wilhelm.tel GmbH: „Dem Ende der Kupferzeit sind wir mit dieser Kooperation ein wesentliches Stück nähergekommen und endlich verschwindet in Zukunft diese uncoole Bezeichnung „bis zu“ in der Bandbreitenangabe. Mit dieser Kooperation schaffen Telekom und wilhelm.tel einen gemeinsamen Standard, der eine breite und freie Auswahl von Festnetzprodukten allen Haushalten in der Metropolregion zur Verfügung stellt. Die Vernetzung mit Glasfaser, die freie Wahl des Providers, hohe und verlässliche Geschwindigkeiten und geringe Latenz sind die Grundlagen für Innovationen einer freien Gesellschaft. Die hohe Verfügbarkeit und die umfassenden Services, die alle von wilhelm.tel gewohnt sind, bleiben natürlich erhalten. Die Metropolregion Hamburg insbesondere mit Norderstedt steht hier bundesweit auf dem ersten Platz. Ich gehe davon aus, dass die Telekom hier den Wettbewerb beleben wird.“

 

Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperationen bei der Telekom und Mitglied der Geschäftsleitung Telekom Deutschland: „Kooperationen sind eine tragende Säule des Glasfaserausbaus, denn davon profitieren die Beteiligten genauso wie die Bürgerinnen und Bürger. Wenn Unternehmen sich auf freiwilliger Basis einigen, hat das Signalwirkung. Nicht zuletzt entspricht die Zusammenarbeit mit wilhelm.tel dem Kerngedanken des sogenannten Open Access Prinzips und steht damit für freien Netzzugang zu fairen, marktüblichen, diskriminierungsfreien Konditionen. Wir glauben, dass langfristige Partnerschaften dieser Art für die erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes unverzichtbar sind. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir mit wilhelm.tel in den Gesprächen eine grundsätzliche Einigung erzielen konnten. Jetzt gehen wir voller Elan daran, die Verträge zu finalisieren und die Umsetzung zu gestalten.“

Hilfreiches zum Beitrag:

» Karte zur Glasfaser Verfügbarkeit

Quelle: Deutsche Telekom

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