Glasfaser-Anbieter im Überblick

Übersicht zu verfügbaren FTTH-Providern und Kosten


Ratgeber zu Glasfaser-Anbietern

Juli 2021: Internetflatrates per Glasfaser-Direktanschluss (FTTH; FTTB), stehen in Deutschland noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung. Vergleichbar mit dem Angebot der ersten VDSL-Anschlüsse im Jahr 2006. Dementsprechend mager ist bis dato auch noch die Auswahl an Anbietern und Tarif-Paketen. Bundesweit die größten Fortschritte, kann bis jetzt die Deutsche Telekom für sich verbuchen, welche bereits vor 10 Jahren mit dem FTTH-Ausbau begann. In etlichen Städten wurde der Ausbau schon abgeschlossen. Mehr zum momentanen Stand hier. Im Folgenden haben wir für Sie Informationen zu den Anbietern zusammengetragen. Und zwar sowohl bundesweit, wie regional agierende Unternehmen.


1. Anbieter bundesweit und regional

Das gute alte DSL ist heute nahezu überall und von gut einem halben Dutzend Providern verfügbar. Wie etwa von 1&1 und O2. Allerdings liefert die veraltete Technik meist nur vergleichsweise langsame Zugänge mit Nettodatenraten von unter 16 MBit. Viel zu wenig beispielsweise für moderne TV-Streaming-Dienste in Ultra-HD. Andere, modernere Breitandtechniken, wie Glasfaser, versprechen dagegen mehrere hundert oder tausend MBit/s!

Bei Glasfaser-Internet hängt die Wahl des Anbieters zunächst primär vom Wohnort und der gegebenen Verfügbarkeit ab. Sofern diese gegeben ist, stehen dafür aber prinzipiell Flatrates mit teilweise bis zu 1000 MBit zur Verfügung.

Bundesweit gibt es momentan gut acht nennenswerte Anbieter für reine Glasfaser-Tarife, also per FTTH/B. Dabei handelt es sich um die Dt. Telekom, Vodafone, Deutsche Glasfaser, O2, 1und1, Netcologne, M-net und die EWE.

Spezial zu den Glasfaseranbietern

Die Deutsche Telekom forciert tendenziell das gesamte Bundesgebiet, ebenso wie 1und1 sowie die Kabelanbieter, welche immer weitere Abschnitte ausbauen. Die "Deutsche Glasfaser" bietet Fiber-Tarife immerhin in 10 verschiedenen Bundesländern und zahlreichen Gemeinden. Vodafone hat 2019 ebenfalls damit begonnen erste Regionen mit FTTH auszubauen. Bisher können die Tarife aber erst in wenigen Regionen (vor)bestellt werden. Mehr zum Vodafone Glasfaserausbau hier. Gleiches gilt für O2, die seit Ende 2020 an einem eigenen Fiber-Netz arbeiten.

Glasfaser-Anbieter Dt. Telekom Vodafone 1und1 Dt. Glasfaser O2 Telefonica M-net            Netcologne EWE    
Ausbau erfolgt bundesweit regional bundesweit regional regional Bayern u.a. Köln/Aachen regional
verfügbar in x Regionen diverse
ca. 2.3 HH
ca. 10
Landkreisen
diverse 10 Bundesländer diverse ca. 3 ca. 3 Nordwesten Dtl.
Tarife schon im Angebot seit Sep. 2012 2019/20 seit Feb. 2020 ja seit Nov. 2020 ja ja ja
Geschwindigkeit bis 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit 1000 MBit
Upload bis 200 MBit 250 MBit 200 MBit 500 MBit 500 MBit 300 MBit 100 MBit 100 MBit
optional mit Festnetzflat ja ja ja ja ja ja ja ja
optional mit TV ja ja ja ja ja ja ja ja
mehr Infos *Info* *Info* *Info* *Info* *Info* *Info* *Info* *Info*
zum Anbieter » zur Telekom » zu Vodafone » zu 1und1 » zur Dt. Glasfaser » zu O2 » M-net » zu Netcologne » zu Ewe
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2. Anbieter im Kurzportrait

Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es eine Reihe von Unterschieden. Sowohl in Punkto Verfügbarkeit als auch beim Preis und der maximalen Datenübertragungsrate. Folgend haben wir die wichtigsten Eckdaten je Anbieter kurz zusammengefasst.




2.1 Deutsche Telekom

Der Konzern bietet Fiber-Tarife bis 1 GBit Down- und 200 MBit Uploadrate. Bei der bundesweiten Verfügbarkeit belegt die Telekom klar den 1. Platz. „MagentaZuhause GIGA“ heißt das schnellste Paket mit 1 GBit (1000 MBit) pro Sekunde. Als Router empfiehlt sich der neue Speedport Smart 4 speziell für FTTH. Preislich liegt das Angebot mit knapp 75 € im Mittelfeld. Los geht’s aber bereits ab 59.95 € für MagentaZuhause XL mit 500 MBit. Jeweils samt Festnetz- und Mobilfunk Telefonflatrate. In Punkto Glasfaser noch unser favorisierter Anbieter! » mehr Infos » zum Anbieter

2.2. Dt. Glasfaser

Die Deutsche Glasfaser mausert sich seit Jahren schon zu einem ernstzunehmenden Player im Fiber-Markt. Mittlerweile versorgt das Unternehmen zahlreiche Städte und Gemeinden in 10 Bundesländern. Preislich etwas über dem Durschnitt aber dafür mit den besten Uploadraten bis 500 MBit/s. Der schnellste Tarif bietet abermals 1 GBit im Download und heist „DG Giga 1000“ für 89.99 €. » mehr Infos » zum Anbieter

2.3 Vodafone

Die Düsseldorfer treiben den FTTH-Ausbau seit 2019 auch in immer Regionen voran. Noch sind die Angebote nur in wenigen Städten verfügbar (siehe hier). Daneben bietet der Anbieter aber Gigabit-Internet auch über sein Kabelnetz für über 22 Mio. Haushalte – und das zu einem unschlagbaren Preis für 49.99 € im Tarif „RED Internet & Phone Cable 1000.
» mehr Infos » zum Anbieter

2.4 United Internet (1und1)

Der Discounter spielt seit der Übernahme von Versatel schon länger im Glasfasermarkt mit. Allerdings wurden die Angebote zunächst nur an Geschäftskunden vertrieben. Mittlerweile bietet 1und1 aber auch einen Gigabit-Anschluss für Privatleute zum Kampfpreis von rund 70 Euro monatlich. Noch ist die Verfügbarkeit aber eher begrenzt. » mehr Infos » zum Anbieter

2.5 O2 Telefónica

O2 ist erst Ende 2020 in den Markt gestartet. Noch befindet sich das Netz also im Aufbau. Einerseits mit dem Versicherer „Allianz“ – andererseits kooperiert man weiter mit der Dt. Telekom. Preislich bietet aktuell keiner den Gigabit-Tarif billiger. 79.99 € verlangt O2 für den Gigabit-Tarif, sofern verfügbar.
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2.6 Netcologne (regional)

Diese Anbieter offeriert im Raum Köln/Aachen Fiber- und Kabelinternet mit bis zu 1 GBit. Besonders der mittlere 500 MBit Tarif kann sich preislich sehen lassen. Nirgends sonst bekommt man 500 MBit für rund 40 € im Monat. Besonders ist auch, dass man hier die Festnetzflat nicht zwingend mitbuchen muss, sondern diese optional wählen kann. Bei den meisten GF-Anbietern ist die Telefonflat untrennbarer Bestandteil und muss indirekt mitbezahlt werden. » mehr Infos » zum Anbieter

Internet per FTTH nutzen

2.7 M-Net (regional)

Das Unternehmen ist vorrangig in Bayern vertreten. Auch hier reicht die Tarifpalette bis zu einem Gigabit. Preislich fällt der Tarif mit knapp 100 € aber überproportional teuer aus. Löblicher Weise bietet M-net ebenfalls Pakete ohne Telefonflat, dann aber „nur“ bis 600 MBit.
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2.8 EWE (regional)

Der Energieversorger betreibt in Nordwestdeutschland, Brandenburg und Rügen ein Glasfasernetz das Tarife bis zu 1 GBit ermöglicht. Preislich bewegt sich der Anbieter leicht über dem Durschnitt. Besonders der Gigabit-Tarif ist mit rund 120 € deutlich teurer als beim Wettbewerb. Dennoch kann in den genannten Regionen EWE eine gute Alternative zur Telekom sein, sofern nichts anderes verfügbar ist. » mehr Infos » zum Anbieter

3. mehr regionale Glasfaser-Anbieter

Mancherorts haben auch kleine regional agierende Breitbandunternehmen Infrastrukturen per FTTH oder FTTB geschafften - etwa kommunale Energieversorger. Im Raum Köln/Bonn etwa, ist die schon genannte Netcologne am weitesten verbreitet. Bayerische Leser, sollten hingegen ein Auge auf M-net werfen. Im nördlichen Teils von Niedersachsen wäre die EWE als großer Glasfaser-Provider erwähnenswert. Doch es gibt noch weit mehr kleinere  die wichtigsten Regionalprovider haben wir hier in der Übersicht zusammengefasst.


4. Ist Glasfaser-Internet alternativlos?

Nein, glücklicher Weise gibt es noch eine Reihe anderer Technologien, welche zumindest ähnliche Geschwindigkeiten wie Glasfaser bereitstellen können. Gemeint sind also Tarife mit deutlich über 50 MBit in der Downloadrate. Zu nennen sind hier insbesondere die schon erwähnten Kabel-Unternehmen. Diese arbeiten nämlich beim Netzaufbau mittlerweile Großteils auch mit Glasfaserleitungen. Daher bieten einige Kabelprovider auch schon Tarife mit bis zu 1000 MBit. Und das Beste: Die Verfügbarkeit ist weit, weit besser im Vergleich zu FTTH. Aber auch bei VDSL steigt der Glasfaseranteil bis zum Kunden seit Jahren stetig und bis zu 250 MBit sprechen ebenfalls für sich. Hinzu kommt noch die Hybrid-Technik sowie Mobiflunk. Eine Übersicht aller Ausweichmöglichkeiten finden Sie hier in unserem Spezial zu den Glasfaser-Alternativen.


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5. Wird es bald noch mehr Glasfaser-Anbieter geben?

Da mittlerweile alle überregionalen Anbieter (siehe oben) auch Glasfaser-Anschlüsse bieten, gehen wir nicht mehr davon aus, dass noch weitere hinzukommen. Im Gegenteil: Seit Jahren hält der Trend zur Marktkonsolidierung an. Gut möglich, dass es noch zu weiteren Übernahmen kommt und somit wieder Marken/Unternehmen verschwinden, wie einst Kabel Deutschland. Lediglich auf Regionaler Ebene könnten noch neue Player, wie Stadtwerke als neue Glasfaser-Anbieter auftauchen.

6. Warum sollte man zu Glasfaser-Internet greifen?

In erster Linie sind diese Anschlüsse unumgänglich für alle Nutzer, die kompromisslose Geschwindigkeit suchen, sowohl beim Download- als auch Upload. Noch profitiert aber längst nicht jeder von Datenraten über 100 MBit/s. Für viele Haushalte reicht tatsächlich auch eine hohe zwei- bzw. mittlere dreistellige Datenrate völlig aus. Doch die Zahl der Anwendungen, welche nach mehr Performance verlangen wächst stetig. Zudem liefern Glasfaser-Zugänge die gebuchte Geschwindigkeit bedeutend zuverlässiger und konsistenter als andere Anschlussarten per Kabel oder VDSL beispielsweise. Langfristig gehört FTTH/B eindeutig die Zukunft…

7. Anbieter für Businesskunden

Glasfaser-Tarife sind natürlich nicht nur für Privatnutzer interessant, sondern in erster Linie speziell für Business-Kunden. In etlichen Branchen sind Zugänge mit extrem hohen Down- und/oder Uploadrate oder geringen Latzenzen garnicht wegzudenken. Besonders in der Finanzwelt oder für alle die täglich mit großen Datenmengen jonglieren. Business-Fiber-Tarife bieten fast alle der oben genannten Anbieter. Besonders hervorzuheben sind die Angebote von der Deutschen Glasfaser (bis 10 GBit/s) sowie United Internet (1und1). Letztere sind, nach Unternehmensangaben, schon in über 250 Städten verfügbar. Grundlage dafür schafft das bundesweit zweitgrößte Glasfasernetz durch die Übernahme von Versatel. Details zu den Kosten und Möglichkeiten finden Sie hier.


8. Perspektiven für die nächsten Jahre



Die Deutsche Telekom hat unserer Meinung nach als einziges Unternehmen überhaupt die finanziellen Möglichkeiten einen breit angelegten, bundesweiten Ausbau der Glasfasernetze weiter zu vertiefen. Zudem kündigte der Konzern Ende 2020 an, fortan den Glasfaserausbau zu intensivieren. Daher ist mit einem langsamen, aber stetigen Ausbau in Zukunft zu rechnen. Bis 2030 wollen die Bonner alle Haushalte in Deutschland erreichen. Das wäre die FTTH-Abdeckung besser wie die aktuelle Versorgung mit VDSL. Dieses ist aktuell (Mitte 2021) in rund 80 Prozent aller Haushalte verfügbar.

Zugegeben eine optimistische Prognose. Allerdings sollte man in die Überlegung einbeziehen, dass die Dt. Telekom mittlerweile getrieben ist durch die erstarkten Kabelnetzbetreiber, insbesondere seitens Vodafone. Seit der Übernahme von Kabeldeutschland kann das Unternehmen vielerorts schon deutlich schnellere Tarife zu günstigeren Preisen bieten. Eine Fokussierung auf den Glasfaserausbau sollte für die Telekom daher strategisch eine hohe Priorität haben, um im Wahrsten Sinne des Wortes „nicht den Anschluss zu verlieren“.

Allerdings setzten die Bonner von ca. 2012 bis 2020 zunächst verstärkt auf Brückentechniken, wie Hybrid oder Vectoring, was dem Konzern zwar temporär mehr Zeit verschaffte, aber dass eigentliche Problem nur in die Zukunft verlagerte. Mittelfristig kommt man um den Ausbau von echtem Glasfasernetzen nicht herum. Erstrecht nicht, wenn der 5G-Standard das alte 4G/LTE mittelfristig ablösen soll. Der Ausbau der 5G-Netze läuft bereits seit 2019 auf Hochtouren. Für wirklich hochperformante 5G-Netze, müssen die Masten aber mit Glasfaser angebunden werden.


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