Glasfaser Router

Passende Router/Modems für Ihren FTTH-Anschluss


Ratgeber zu Fiber-Routern

Die Modernisierung der Breitband-Internetzugänge auf Glasfaser (FTTH) ist in Deutschland mittlerweile voll im Gange. Zwar zeigt sich im internationalen Vergleich nach wie vor ein eher desolates Bild, aber der Ausbau beschleunigt sich deutlich. Schon 2030 sollen fast alle Haushalte mit Fibre-to-the-home direkt ans Glasfasernetz angeschlossen sein. DSL-Kunden werden sogar Schritt für Schritt umgestellt. Neben dem Anschluss selbst, benötigen Verbraucher aber noch einen neuen Glasfaser-fähigen Router. In diesem Ratgeber zeigen wir, warum, was dieser können muss und wie Sie ihr ideales Modell finden!


1. Braucht man wirklich spezielle Glasfaser-Router oder kann ich alte Geräte weiternutzen?

Tatsächlich ist mit dem Wechsel bzw. Umstieg von DSL, VDSL oder Kabel auf Glasfaser auch ein neues Gerät nötig. Der einfache Grund: Die Technik der Glasfaserzugänge ist eine völlig andere! Statt elektrischer Signale über Kupfer- oder Koaxialkabel, wie im alten Telefonnetz, werden nun optische Impulse über spezielle Lichtwellenleiter geschickt. Das bringt unzählige Vorteile mit sich! Zum Beispiel eine deutliche Steigerung der möglichen Geschwindigkeit, niedrigere Reaktionszeiten, weniger Stromverbrauch, höhere Resilienz und durchgängig stabilere Verbindungen.

Wer noch ältere Router für (V)DSL oder den Kabel-Anschluss hat, kann diese also leider nicht mehr direkt als Anschlussgerät verwenden. Wie wir später noch zeigen, ist aber bei guten Geräten durchaus eine Zweitverwertung weiter möglich. Ansonsten gilt aber: Es braucht einen neuen Glasfaser-fähigen Router!


2. Glasfaser-Router: Ihr Tor zur Welt des Highspeed-Internets

Beim Wechsel auf einen Fiber-Anschluss samt schnellem Glasfaser-Tarif braucht es also spezielle Glasfaser-Router! Das Gerät nimmt die ankommenden optischen Signale an und wandelt diese intern zurück in elektrische. Er bildet sozusagen das Bindeglied zwischen den beiden Welten Glasfaser-Netz und Heimnetz. Dank moderner Glasfaseranschlüsse, sind heute in vielen Gegenden schon 1.000 bis 2.500 MBit/s (1 - 2,5 GBit/s) möglich. In einigen Modellregionen sogar von 3.000-5.000 MBit/s. Zum Vergleich: Das alte DSL schafft 16 MBit/s, VDSL bis 250 MBit/s.

Glasfaser-Router Fritzbox 5530 von AVM

Dem FTTH-Router kommt aber neben der Verbindung zum Glasfasernetz noch eine weitere wichtige Aufgabe zu. Er muss die Internet-Konnektivität auf alle gewünschten Endgeräte im Haushalt verteilen. Entweder per LAN-Kabel oder kabellos via WLAN.


3. Router vs. Modem: Wo liegen Unterschiede & Vorteile

Neben klassischen Routern gibt es auch Geräte, die nur eine einzige Aufgabe haben: Lichtsignale vom Glasfaseranschluss in elektrische zurückwandeln - sogenannte Glasfaser-Modems. Erst durch die Umwandlung werden diese für andere Endgeräte wieder "verständlich" bzw. nutzbar.

Solche Fibermodems verfügen nur über ein Glasfaserkabel-Anschluss-Port sowie eine LAN-Buchse, mit der sich z.B. ein einzelner PC oder Laptop verbinden lässt. WLAN ist nicht möglich. Dank ihrer Einfachheit, sind Glasfasermodems deutlich günstiger und ideal, wenn man entweder ohnehin nur ein PC anbinden möchte oder mit speziellen Routern (z.B. für Gamer) ohne Glasfaserfunktion arbeiten will (Tipps dazu später).


Glasfaser-Modem 2 der Telekom an einem HÜP

Glasfaser-Modem 2 der Telekom an einem HÜP


Wenn mehr Geräte ins Internet sollen, kann ein beliebiger WLAN-Router über den LAN-Port des Modems angebunden werden. Dieser übernimmt dann die Versorgung von PCs, Fernseher, Tablets per LAN oder WIFI.

Glasfaser-Router haben hingegen das Glasfasermodem von Haus aus implementiert und vereinen GF-Modem und GF-Router in einem Gerät! Diese können daher direkt an der Glasfaserdose betrieben werden ohne Vorschaltung eines Modems (ONT). Dass spart Stromkosten und Platz. Die ideale Lösung für die meisten Haushalte! Nachdem in den Anfangsjahren bei optischen Internetzugängen vor allem auf Modems gesetzt wurde, gibt es mittlerweile immer mehr Auswahl bei hochwertigen Fiber-Routern.


Infografik: Glasfasermodem + Router oder Glasfaser-Router alleine


3.1 Welcher Anbieter bietet welchen Router?

Aufgrund des schon geschilderten Mangels an Alternativen, setzen die meisten Provider aktuell auf die Fritzbox-Modelle für Fiber-Internet. Alles zu den Kosten und welcher Anbieter, welches Modell im Angebot hat, erfahren Sie hier in diesem Ratgeber.

Ausnahmen, also andere Hersteller wie Fritz! (ehemals AVM), gibt es aktuell bei der Deutschen Telekom in Form des Glasfaser-Modem 2 in Kombination oder dem Speedport 7 und Smart 4. Die 1&1 Homeserver tragen zwar einen anderen Namen, basieren aber auf den Fritzbox-Geräten. Hier alle aktuellen Angebote:



Anbieter Modell Miete/Kauf Mietkosten pro Monat
Vodafone
FRITZ!Box 5530 Fiber
Miete
5,99 € zum Anbieter →
Vodafone
FRITZ!Box 5690
Miete
8,99 € zum Anbieter →
O2 Telefónica
FRITZ!Box 5530 Fiber
Miete
5,99 € zum Anbieter →
O2 Telefónica
FRITZ!Box 5590 Fiber
Miete
7,99 € zum Anbieter →
O2 Telefónica
FRITZ!Box 5690
Miete
9,99 € zum Anbieter →
Netcologne
FRITZ!Box 5530 Fiber
Miete
4,00 € zum Anbieter →
Netcologne
FRITZ!Box 5590 Fiber
Miete
7,00 € zum Anbieter →
Deutsche Telekom
Speedport 7
Kauf 229,99 €
zum Anbieter →
Deutsche Telekom
Speedport Smart 4
Miete
12,95 € zum Anbieter →
Deutsche Glasfaser
DG WLAN Plus Router
Miete
4,99 € zum Anbieter →
Deutsche Glasfaser
Wi-Fi 7 Router (FRITZ!Box 7690; kein GF/nur WLAN)
Miete
6,99 € zum Anbieter →
congstar
FRITZ!Box 5530 Fiber
Miete Kauf 139,00 €
5,00 € zum Anbieter →
1und1
HomeServer Glasfaser (FB 5530 Fiber)
Miete
5,99 € zum Anbieter →
1und1
Homeserver Glasfaser+ (FB 5690)
Miete
7,99 € zum Anbieter →


4. Geräte je nach Zielgruppe und Bedarf

Auch wenn, wie wir gleich sehen werden, die Auswahl an Routern für Lichtwellenleiter noch zu wünschen übrig lässt. Nicht jede der Boxen passt auch zu allen Nutzungsszenarien. Daher haben wir folgend unsere Empfehlungen für Router geteilt in die Kategorien "Heim-Nutzung", "Gaming" und "Homeoffice/Business". Jeweils mit Tipps zu voll integrierten Modellen mit Glasfasermodem (also echte Glasfaser-Router) und Boxen zur Nachschaltung an ein GF-Modem. Einfach weil es noch zu wenig Auswahl gibt ...



4.1 Top-5 Glasfaser-Router für Privatkunden (Februar 2026)

Bei Familienhaushalten, WGs oder Singles stehen bei der Routerwahl Benutzerfreundlichkeit, WLAN-Leistung, Kindersicherung und Mesh-Fähigkeit (für optimale WLAN-Verteilung) im Fokus. Dank Router-Freiheit, können Glasfaserkunden ihr Endgerät übrigens frei wählen und müssen nicht unbedingt das Gerät nutzen, das der Povider vorschlägt. Aktuell gibt es in Deutschland leider noch nicht sehr viel Auswahl neben den Geräten der Internetprovider.

Die meisten echten Fiber-optischen-Router stammen von Fritz!, ehemals AVM. Folgend haben wir die aktuell besten Geräte in einer Tabelle gegenübergestellt. Danach finden Sie noch Tipps für einige passende Geräte ohne eigenes GF-Modem und Tipps für Gamer- und Bürolösungen.


Übersicht: echte Glasfaser-Router (kein zusätzliches Modem nötig)

Modell WLAN-Standard LAN-Ports besondere Features Unsere Wertung mehr Infos Preis (ca.)
FRITZ!Box 5530 Fiber Wi‑Fi 6 (bis ca. 3000 Mbit/s) 1 × 2,5 GBit + 2 × 1 GBit Kompakt, DECT, VoIP, kompatibel mit GPON/XGS/AON, Mesh-fähig 4 Sterne *info* ca. 180–200 €
FRITZ!Box 5590 Fiber Wi‑Fi 6 (Dualband 2400 + 1200 Mbit/s) 4 × 1GBit + 1 ×  2,5 GBit Mesh-fähig, DECT-Telefonanlage (2 × Analog), hohe Sicherheit (WPA3), automatische Updates 4 Sterne *info* ca. 250€
FRITZ!Box 5690 (Pro) Wi‑Fi 7 (Triband bis ca. 18 GBit/s) 1 × 2,5 GBit + 4 × 1 GBit Glasfaser & DSL, Zigbee-Smart-Home, VPN-Server, DECT, Mesh 5 Sterne *info* ca. 350€
Telekom Speedport 7 Wi‑Fi 7 bis 6.760 MBit/s 3 × 1 GBit + 1 ×  2,5 GBit (WAN/LAN) Plug-&-Play, Mesh-Basis, DECT & 2 × RJ11 Telefon, ideal für Telekom-Anschlüsse 5 Sterne *info* ca. 230€
Fritz!Box
5690 XGS
WIFI 7 1 × 10 GBit + 4 × 1 GBit XGS-PON-fähig (10 GBit/s), DECT, Mesh, für Gigabit+ Glasfasertarife, High-End-Modell 5 Sterne *info* Start 2026


Mehr zu den Eigenmodellen der Glasfaseranbieter finden Sie weiter unten hier im Ratgeber.


Speedport 7 Telekom

Speedport 7 mit WI-FI7 von der Telekom | Bild: Deutsche Telkeom



Alle vorgestellten Boxen unterstützen modernes Mesh-WLAN. Ideal, um mehrere Etagen mit vielen Endgeräten zu versorgen. Wer ein möglichst zukunftssicheres Gerät sucht, sollte bereits heute auf WIFI 7 setzen. Dann ist aktuell die FB 5690 Pro die erste Wahl. Das Gerät beherrscht neben Glasfaser sogar noch DSL und VDSL! Ein Allrounder also, wenn man z.B. erst in naher Zukunft den Umstieg plant. Nicht wundern: Einige Provider vertreiben die FB 5690 (ohne Pro) zu ihren hauseigenen Tarifen.


wichtige Eckdaten der FritzBox 5690 Pro:


  • Glasfaseranschlussarten: GPON-, XGS-PON oder AON (per SFP-Modul)
  • unterstützt DSL, VDSL und Glasfaser
  • WLAN bis WIFI 7 (802.11 a/b/g/n/ac/be) auf 2.4 und 5 GHz
  • WLAN-Datenrate bis18,49 GBit/s(!) über 6, 5 und 2.4 MHz
  • Triband-Mesh möglich
  • 4 x Ethernet-LAN-Anschlüsse mit 1 Gigabit
  • 1 x Hochleistungs 2,5 Gigabit LAN-Port
  • 1 x a/b-Port (TAE/RJ11) für analoges Telefon, Anrufbeantworter oder Fax
  • DECT-Basisstation für bis zu 6 Telefone
  • intergierte Firewall, WPA2/WPA3
  • Preis ab ca. 300 € (hier prüfen)

Noch mehr Geräte, welche für Glasfaser-Kunden geeignet sind, finden Sie hier in unserer Komplettübersicht verzeichnet.



FritzBox 5690 Pro Rückseite

Rückseite der 5960 Pro



4.2 Die Top 3 Modelle für Home-Office

Für Home-Worker, Selbstständige oder kleine Firmen raten wir aktuell zur FritzBox 5690 Pro oder 5530 Fiber. Wer einen Telekom-Glasfaseranschluss bestellen will oder sogar schon nutzt, für den wäre auch hier der Speedport 7 mit WI-FI 7 empfehlenswert.

Die FB 5690 Pro ist besonders deswegen fürs Büro geeignet, da sie einerseits sowohl für (V)DSL als auch Glasfaser eingesetzt werden kann. Das erleichtert einerseits die Migration und sorgt für mehr Zukunfssicherheit. Bei Bedarf ist über DSL ein weiterer redundanter Kanal vorhaltbar (Extrakosten), falls eine besonders hohe Ausfallsicherheit benötigt wird. Zusätzlich könnte man die Box noch mit einem Mobilfunkstick versehen, so dass dann theoretisch 3 Wege (DSL/FTTH/Funk) ins Internet führen. Das dürfte die Ausfallsicherheit auf deutlich über 99% bringen. Des Weiteren handelt es sich um eine sehr moderne Box mit WIFI 7 Unterstützung sowie 1 x 2,5 GBit LAN-Port + 4 Gigabit-Anschlüsse.

Die 5530 Fiber von Fritz! bietet zwar „nur“ WIFI 6, ist aber ansonsten ebenfalls mit allen gängigen Glasfaserstandards kompatibel und bietet 1 x 2.5 GBit LAN sowie 2 x 1 GBit. Der Router ist mit rund 200 € sogar sehr preiswert.


Router WLAN-Standard LAN-Ports Home-Office-Features Preis (ca.)
FRITZ!Box 5690 Pro Wi‑Fi 7 (Triband bis ca. 18 GBit/s) 1 × 2,5 GBit + 4 × 1 GBit VPN (WireGuard/IPSec), DECT-Telefonie, Smart-Home (Zigbee), Glasfaser+DSL in einem Gerät ca. 350€
FRITZ!Box 5530 Fiber Wi‑Fi 6 (Dualband bis ca. 3000 Mbit/s) 1 × 2,5 GBit + 2 × 1 GBit DECT, VoIP, kompakt, gute VPN-Performance, kompatibel mit allen gängigen Glasfaserstandards ca. 180–200€
Telekom Speedport 7 Wi‑Fi 7 bis 6.760 MBit/s 3 × 1 GBit + 1 ×  2,5 GBit (WAN/LAN) Plug-&-Play, Mesh-Basis, DECT & 2 × RJ11 Telefon, ideal für Telekom-Anschlüsse ca. 230€


4.3 Die Top 5 Gamer-Router für Glasfaser

Online-Spieler stellen höchste Anforderungen an Netz und Router. Zudem gelten hier andere Schwerpunkte als im Büro (Zuverlässigkeit) oder für Home-User: Gefragt sind niedrige Latenz, QoS und natürlich gute LAN-Ports. WLAN sollte nach Möglichkeit gemieden werden oder höchsten Standards genügen.


Allerdings gibt es bisher keinen echten Allround Gaming-Glasfaser-Router. Die ideale Lösung: Speziell für Onlinegamer optimierte Router hinter ein Glasfasermodem schalten.


Was kommt da in Frage? Asus hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Gaming-Community gemacht, aber auch Netgear und TP-Link bieten starke Geräte für höchste Ansprüche. Zu nennen sind hier insbesondere der NETGEAR Nighthawk RS300 mit WIFI 7. Asus fährt mit dem Rapture GT-AX11000 ein starkes Gaming-Modell auf.

Router WLAN-Standard LAN-Ports Besondere Gaming-Features Preis (ca.)
FRITZ!Box
5690 Pro
Wi‑Fi 7 (Triband bis ca. 18 GBit/s) 1 × 2,5 GBit + 4 × 1 GBit Stabiles Wi-Fi, geringe Latenz, VPN-Server, Mesh, integriertes Glasfaser-Modem ca. 350€
Asus ROG
Rapture GT-AX11000
Wi‑Fi 6 (Tri-Band bis 11 GBit/s) 4 × 1 GBit + 1 × 2,5 GBit (WAN/LAN) Triple-Level Game-QoS, DFS-Kanäle, Aura-RGB, AiMesh ca. 300€
NETGEAR Nighthawk RS300 Wi‑Fi 7 (Tri-Band bis ca. 9 Gbit/s) 1 × 2,5 GBit WAN + 4 × 1 GBit LAN Wi-Fi 7, starke Latenzstabilität,
autom. Band-Steering
ca. 280€
TP-Link
Archer GE800
Wi‑Fi 7 (Tri-Band bis 19 GBit/s) 2 × 10 GBit + 2 × 2,5 GBit + 1 × 1 GBit MLO (Multi-Link), Echtzeit-Stats, Game-Panel, RGB, Quad-Core, extrem hohe Bandbreite ca. 430€
TP-Link Archer
AX11000
Wi‑Fi 6 (Tri-Band 10700 Mbit/s) 8 × 1 GBit + 1 × 2,5 GBit (WAN) WTFast VPN, Game Accelerator, MU-MIMO, OFDMA, 8 externe Antennen ca. 200€

Wenn es ein reiner Glasfaser-Router sein soll, würden wir für Spieler zur Fritzbox 5590 Fiber mit 10 GBit LAN-Port über das XGS-PON SPF-Modul raten.


Spielen über schnelle Glasfaser-Router


Sie haben noch einen Router entdeckt?

Dann immer her damit. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften und Tipps!



5. Kaufberatung: Woran erkenne ich einen guten Glasfaser-Router?

Auch wenn es bislang noch recht wenig Auswahl gibt, ein paar wichtige Funktionen sollten moderne Router, besonders für FTTH immer mitbringen.

  • möglichst aktueller WLAN-Standard, also WIFI 6 oder 7,
  • Mesh-Funktionalität um WIFI bei Bedarf zu verstärken/Reichweite verlängern,
  • genug LAN-Ports je mindestens 1 GBit/s,
  • für Tarife > 1 GBit müssen die LAN-Port sogar 2,5 - 10 GBit/s schaffen,
  • Telefonie (DECT-Basisstation, VoIP, Fax etc.),
  • Support von VLAN-IDs,
  • USB-Anschlüsse für Drucker/Netzwerkspeicher,
  • Firewall, Kindersicherung, VPN-Unterstützung (heute Standard),
  • moderne Verschlüsselungsverfahren WPA2/3,

Für einige Anwendungen kann auch der Support von PPPoE (Point-to-Point Protocol over Ethernet), Gast-WLAN, VPN, WLAN-Zeitschaltung, Smart-Home-Steuerung relevant sein. Wenn, prüfen Sie vor dem Kauf ob das gewählte Gerät die gewünschte Funktion mitbringt.


5.1 Mieten oder kaufen?

Wer einen neuen Glasfaser-Tarif bestellt, kann beim Anbieter seiner Wahl aus 1 bis 3 Modellen wählen. In der Regel verlangen die Provider eine monatliche Mietgebühr. Die Höhe schwankt je nach Leistung und Hersteller, in der Regel zwischen 1 € und 10 € monatlich. Im Schnitt sind um die 5 € einzuplanen.

Dank der Routerfreiheit in Deutschland, müssen Verbraucher übrigens nicht unbedingt die Geräte nutzen, die der Anbieter zur Wahl stellt. Jeder kann bei Bedarf auch sein Wunschmodell im Handel kaufen und selbst anschließen.

Die Frage ist nur: Was ist günstiger? Da es eine Vielzahl von Angeboten gibt, lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Um das ganz genau zu bestimmen, hilft Ihnen unser Sparrechner. Mit nur 1 Klick sehen Sie für jeden Anbieter und Router, ob und wann ein Kauf lohnt bzw. die Miete des Routers.



Unsere Empfehlung: Wer schon eine gute Glasfaserbox hat und weiternutzen möchte, es auf ein ganz spezielles Modell abgesehen hat oder gerne/oft in neue Geräte investiert, sollte selbst den Kauf übernehmen.

Miete ist ideal, wenn man bei geräteseitigen Belangen seine Ruhe haben will. Bei technischen Defekten tauscht nämlich der Anbieter das Gerät meist kostenlos. Auch schließen einige Glasfaseranbieter bestimmte Servicedienste aus, wenn man auf eigene Router setzt. Dafür liegen die Kosten langfristig höher!



Vorteile und Nachteile beim Routerkauf:

  • auf Dauer meist günstiger wie Router-Miete
  • eigenes Modell/Hersteller wählbar
  • jederzeit Wechsel/Upgrade möglich
  • oft bessere Geräte wie vom Glasfaserprovider angeboten

  • hohe Einmalinvestition statt monatlicher Verteilung der Kosten
  • einige Provider verweigern Support bei eigenen Geräten
  • höherer technischer Aufwand/Fachwissen nötig

5.2 Tarife und Anbieter mit günstiger Glasfaser-FritzBox

Die Firma Fritz!, ehemals AVM, stellt die sehr beliebten Fritz!Box-Router her, welche oft durch technische Exzellenz und Bedienungsfreundlichkeit punkten. Die Made-in-Germany Geräte haben zwar ihren Preis, doch viele schwören (zurecht finden wir) auf die Modelle. Gerade für Glasfaser-Kunden gibt es ohnehin noch nicht viel Auswahl von anderen Herstellern, wie wir oben gesehen haben, so dass man oft sogar unfreiwillig bei Fritz! landet. Glücklicher Weise bieten einige Anbieter zu neuen Glafasertarifen eine Fiber-Fritzbox - meist sogar vergünstigt! Welche das sind, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber:




6. Das ist zuhause der ideale Standort für den Router

In der Regel erfolgt die Durchführung der Glasfaserleitung von draußen ins Haus durch den Netzprovider im Keller – man spricht auch vom Hausübergabepunkt (HÜP). Das bringt jedoch ein kleines Problem mit sich. Denn die Glasfaserdose wie im folgenden Bild, wird in der Nähe des Übergabepunktes installiert. Also ebenfalls im Keller! Immobilien, in denen die optischen Kabel direkt in jede Wohnung gezogen werden sind noch selten, da dies in der Regel nur bei Neubauten erfolgt.


Fiber-Router im Keller am HÜP

Nicht ideal: Fiber-Router im Keller am HÜP verbunden mit Glasfaserdose



An die Glasfaserdose kann dann ein optischer Router oder Modem per Glasfaserkabel direkt anschlossen werden. Doch der Keller ist für Router meist der denkbar schlechteste Standort! Einerseits lassen sich von dort nur schwer LAN-Kabel durch das Haus ziehen, es sei denn, diese wurden beim Bau bereits in Schächten verlegt. Auch das WLAN-Signal verteilt sich von hier extrem schlecht, muss es ja erst ein oder mehrere Etagen und Decken überbrücken.

Mögliche Lösungen:

a) Signal verstärken (WIFI) und für LAN-Zugänge das hausinterne Stromnetz nutzen (DLAN)
Bei WIFI kann man mit Repeatern oder Mesh-WLAN arbeiten, die das Signal vom Keller verstärken und optimal in alle Zimmer verteilen. Mittels DLAN-Adaptern kann man ohne viel Aufwand auch LAN-Geräte in den oberen Etagen anbinden. Allerdings kostet DLAN einiges an möglicher Performance.

b) Fiber-Router nach oben ins Wohnzimmer bringen
Der ideale Weg wäre: Den FTTH-Router in das Wohnzimmer verlagern. Dann muss man entweder ein Glasfaser- oder LAN-Kabel vom Keller in die Stube führen. Letzteres ist am einfachsten und kostengünstig. Achten Sie aber darauf, dass das Kabel mindestens CAT6 unterstützt. Um für die Zukunft (10 GBit/s) gewappnet zu sein, am Besten sogar gleich CAT7 oder höher.


7. Achtung Technikfalle: AON, GPON, XGPON & Co.

Es gibt ältere Modelle, wie die FritzBox 5490, welche nur für aktive Glasfaseranschlüsse (AON) konzipiert sind. AON wird aber hierzulande eher selten verbaut. Deutsche Kunden benötigen meist Router, die passive Zugänge (GPON) unterstützen. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, wie z.B. die Berliner "ediscom", welche nur auf AON-Anschlüsse setzt. Netcologne nutzt ebenfalls diesen Typ.


Modernere FritzBox-Router für Fiber-Internet lösen das Problem eleganter. Statt für AON oder GPON je ein Modell auf den Markt zu bringen, wird die Schnittstelle über ein sogenanntes SFP-Modul bereitgestellt. Der Hersteller legt den Boxen, wie z.B. der FB 5530 oder 5590, jeweils ein SFP-Modul für AON und GPON bei. Der Kunde kann dann selbst das für seinen Provider passende per Plug & Play wählen bzw. tauschen. Sogar das neuere XGS-PON ist so per Modul nachrüstbar.


8. Tipps zur Installation & Einrichtung

Sie haben bereits einen passenden Router für Lichtwellenleiter gekauft bzw. vom Anbieter bekommen und wollen diesen nun einrichten? Kein Problem! Die Installation ist in der Regel kinderleicht und in unter 15 Minuten erledigt. Meist legt der Anbieter dem Gerät eine kleine Schnellanleitung bei. Zudem führt Sie hier unser Schritt-für-Schritt Installationsratgeber für Glasfaser direkt ans Ziel.

8.1 alte Router weiterverwenden: Das ist mitunter möglich!

Nicht immer ist gleich ein teurer Neukauf nötig. Sofern Sie bereits über einen guten WLAN-Router verfügen, kann dieser unter zwei Voraussetzungen weiterverwendet werden. Bei Glasfaser-Zugängen bis zu 300 MBit/s reichen auch etwas ältere Modelle mit WIFI 5 oder WIFI 6. Die LAN-Anschlüsse sollten zumindest Gigabit-fähig sein. Dann lässt sich sogar noch eine betagte FritzBox 7490 einsetzen. Immer vorausgesetzt, man hat einen Glasfaser-Router hinter den dann der alte WLAN-Router geschaltet werden kann. Bei alten Modellen ist aber darauf zu achten, dass der Hersteller die Geräte weiter mit Support bedenkt. Besonders in Form von neuen Firmwareupdates. Ansonsten kann es über die Zeit zu gefährlichen Sicherheitslücken kommen.

Bei Tarifen mit 500 MBit/s und mehr, empfehlen wir nur wirklich moderne Altgeräte mit wenigstens WIFI6E. Sonst verschenkt man viel von der teuer erkauften Leistung vom FTTH-Anschluss, wenn die Hardware als Flaschenhals bremst …

Autor: Sebastian von Glasfaser-Internet.info

Autor: Sebastian

Experte für Glasfaser & Netzinfrastruktur

Ich beschäftige mich seit über 15 Jahren mit dem Ausbau digitaler Infrastrukturen in Deutschland. Auf dieser Seite teile ich fundiertes Wissen und aktuelle Entwicklungen rund um FTTH und Kabel-Internet.


Weiterführendes

» Wieviel kostet ein guter Glasfaser-Anschluss im Monat?
» Was sind die besten Glasfaser-Router?
» Was versteht man unter der chromatischen Dispersion?