Regionale Glasfaser-Anbieter

FTTH-Ausbau durch regionale Unternehmen neben der Deutschen Telekom


regionale Glasfaseranbieter Titelbild

Der deutsche Glasfasermarkt ist nur von einigen wenigen bundesweit bzw. überregional bekannten Anbietern geprägt. Diese verfügen über umfangreiche eigene Glasfaserinfrastrukturen. Hier sind insbesondere die Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser zu nennen. Hinzu kommen United Internet mit 1&1 Versatel sowie Vodafone, das über das Glasfaser-Joint-Venture OXG am weiteren FTTH-Ausbau beteiligt ist. Davon abgesehen, ist der Glasfasermarkt in Deutschland aber stark regional geprägt. Viele Unternehmen fokussieren sich auf einzelne Bundesländer, Landkreise oder sogar Städte und kommunale Gebiete.


Um ein wenig Licht in den Ausbaudschungel zu bringen, wollen wir im Folgenden ein Überblick bezüglich möglicher Alternativen geben. Da die Anzahl der Unternehmen auf regionaler und lokaler Ebene sehr groß ist, können wir exemplarisch für bestimmte Regionen nur die größten Provider aufzählen. Mitunter gibt es auch Lokalversorger, die Glasfaser nur in einzelnen Gemeinden in eng begrenzten Anschlussgebieten bereitstellen, wie z. B. Energieversorger.


Glasfaser-Anbieter nach Region und Bundesland:

Folgend geben wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten regional und überregional agierenden Glasfaseranbieter nach Bundesland. Falls wir einen aus Ihrer Region vergessen haben, freuen wir uns über einen Tipp!


Baden-Württemberg: Hier baut vor allem die Deutsche GigaNetz an den Anschlüssen der Zukunftund ist vor allem in Heilbronn-Franken und angrenzenden Regionen aktiv. Die Stiegeler IT, als regionaler Anbieter, versorgt in den Landkreisen Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut und Schwarzwald-Baar mehrere tausend Haushalte mit schnellem Glasfaserinternet. Auch die Deutsche Glasfaser ist in BW aktiv am Ausbau beteiligt. Weiterhin zu nennen wären NetCom BW, eine Tochter der EnBW und TeleData (Region Bodensee-Oberschwaben-Allgäu-Hegau).


Bayern: M-net baut in weiten Teilen Bayerns sowie in Ulm sein Glasfasernetz aus. München nimmt beim Glasfaserausbau des Unternehmens seit Jahren eine Sonderrolle ein. Was einst als „Glasfaser-Modellstadt“ galt, wird heute konsequent mit Partnern weiterentwickelt. Zusammen mit den Stadtwerken hat M-net bereits weite Teile der Stadt erschlossen. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom soll der Ausbau vielerorts nun direkt bis in die Wohnungen (FTTH) verlängert werden. Die Ausbauarbeiten erstrecken sich jedoch über diese Städte hinaus auch auf ländliche Regionen (z. B. das Allgäu). Zudem ist M-net ist auch in der fränkischen Metropolregion Nürnberg sowie vielen weiteren Städten und Gemeinden Bayerns aktiv.


Mit einer der wichtigsten Anbieter für den ländlichen Raum in Bayern in LEONET. Auf der Webseite lässt sich entnehmen, dass LEONET bereits über 3.500 km Leitungen verlegt hat. Zudem listet das Unternehmen dort alle Ausbaugebiete mit dem aktuellen Status. Interessenten können aus Tarifen mit 150 bis 1000 MBit wählen.


In Schweinfurt zählt RegioNet, eine Tochter der Stadtwerke, zu den wichtigsten Glasfaseranbietern. Das kommunale Netz wird kontinuierlich erweitert. Neben bereits erschlossenen Bereichen wie Bellevue, Bergl und Eselshöhe kommen stetig weitere Ausbauabschnitte hinzu. Langfristig soll die Stadt bis 2031 vollständig auf Glasfaser umgestellt werden. Aktuell bietet RegioNet Tarife mit bis zu 2000 MBit/s.


Des Weiteren spielen in Bayern noch R-KOM (Osten und Raum Regensburg), miecom (Bayerisch-Schwaben) und komro (Rosenheim) noch eine tragende Rolle.


Ausbau auch in Kleinstädten geht voran

regionaler Ausbau mit Glasfaserkabeln


Berlin & Brandenburg: Im Raum Brandenburg sowie der Hauptstadt Berlin ist die DNS:NET mit einem eigenen Glasfasernetz vertreten. Laut Homepage, hat sich das Unternehmen besonders den Breitbandausbau in Regionen der „weißen Flecken“ auf die Fahnen geschrieben. Also jene zahlreichen Zonen, wo bisher kein schnelles Internet verfügbar ist. Neben Internet, Telefonie sowie TV-Paketen, bietet DNS:NET zudem IP-basierte Dienste für Businesskunden. Laut eigenen Angaben, ist der Anbieter, neben der Dt. Telekom, der "... größte alternative Breitbandanbieter (also auch FTTH) und Experte für den flächendeckenden Glasfaserausbau".


Neben der DNS:NET, zeichnet sich auch die eher unbekannte „Eurofiber“ in der Stadt für wesentliche Teile des Glasfasernetzes verantwortlich. Das Unternehmen will perspektivisch bis zu 500.000 Haushalte erschließen. Man bietet aber keine Endkundentarife, sondern baut als Open-Access-Infrastruktur-Provider.


Im Bundesland Brandenburg tritt die e.discom als weiterer Infrastruktur-Anbieter auf. Sie gehört zur E.DIS-Gruppe und unterhält eigenen Angaben nach rund 14.000 km Glasfasernetz in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.


DNS:Net Verteiler für Glasfaser

Hamburg: Im Raum Hamburg ist seit jeher wilhelm.tel eine Institution in Sachen Internet & Glasfaser. Das kommunal geprägte Unternehmen aus Norderstedt versorgt Norderstedt, Hamburg und Teile des Umlands mit Highspeed-Anschlüssen bis 1000 MBit/s. Direkt in Hamburg tritt das Unternehmen noch mit der Marke „willy.tel“ auf.


Hessen: Einer der wichtigsten Glasfaser-Anbieter in Hessen ist die „Netcom Kassel“. Zu den Ausbauregionen zählt unter anderem Kassel, Hess, Lichtenau, Kaufungen, Hann, Münden, Warburg, Hofgeismar und Grebenstein, Schauenburg, Witzenhausen, Eschwege, Sontra und Ringgau. Zudem die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Schwalm-Eder sowie Waldeck-Frankenberg. Aktuell werden Tarife bis 1 GBit angeboten.


Seit 2021 baut zudem die Deutsche GigaNetz in Hessen an einem eigenen Glasfasernetz. In Marburg bieten die Stadtwerke ein zukunftssicheres Glasfasernetz mit Tarifen bis zu 500 MBit. Für Hessen haben wir zudem die ENTEGA (Südhessen), Goetel (Nord- und Mittelhessen) sowie Westconnect (u.a. Landkreis Offenbach) recherchiert.


Mecklenburg-Vorpommern: Hier ist die WEMAG beziehungsweise WEMACOM eines der führenden Glasfaserunternehmen, das vor allem in bisher unterversorgten Regionen agiert. Hinter WEMACOM stehen unter anderem die WEMAG und die Stadtwerke Schwerin. Auf der Webseite können FTTH-Tarife bis 1 GBit/s bezogen werden.


In Neubrandenburg und der Mecklenburgischen Seenplatte ist „neu-medianet“ vertreten, eine Tochter der Neubrandenburger Stadtwerke, dass fast 40.000 Haushalte über 2600 km Fiberkabel versorgt. Die Stadtwerke Schwerin bieten FTTH über city.kom mit bis zu 1000 MBit/s.


Ergänzend seien noch e.discom in Vorpommern-Greifswald, GlasfaserPlus (z. B. Rügen und Torgelow) sowie Deutsche Glasfaser und OXG/Vodafone in einzelnen Regionen genannt.


Niedersachsen: Im Bundesland Niedersachsen zählen EWE, Glasfaser Nordwest sowie htp zu den wichtigsten Akteuren auf dem Glasfasermarkt.


Das Unternehmen htp baut laut Homepage im Rahmen einer „Glasfaser-Offensive“ vor allem in Neubau- und Gewerbegebieten aus. Das Anschlussgebiet umfasst unter anderem die Stadt und Region Hannover. Zudem baut htp u.a. noch in Hildesheim, Peine, Wolfenbüttel, Hameln-Pyrmont und Braunschweig. In Hannover arbeitet man beim Glasfaserausbau zudem mit enercity zusammen. Momentan stehen Tarife mit bis zu 1000 MBit zur Verfügung.


In Lüneburg und Nordfriesland ist der wichtigste Lokalanbieter wahrscheinlich die Lünecom mit Sitz in Lüneburg. Hier konzentriert man sich auf ländliche Ausbaugebiete. Zu den Haupgebieten für Ausbau und Vertrieb gehören der Landkreis Lüneburg, Uelzen, der Heidekreis, Gifhorn, Wolfenbüttel sowie Nordfriesland.


Aber auch Deutsche Glasfaser, Westconnect und goetel sind in Niedersachsen vertreten. Goetel vor allem im südlichen Teil.


htp Verteilerkasten für Glasfaser

Nordrhein-Westfalen In NRW ist der Glasfasermarkt stark regional geprägt. Wichtige Player im Rheinland sind vor allem NetCologne bzw. NetAachen. NetCologne baut vor allem in Köln und Umgebung aus. NetAachen konzentriert sich auf den Raum Aachen, Düren und Heinsberg. Mittlerweile steht das Hochgeschwindigkeitsnetz für einen Großteil der Bewohner in dieser Region zur Verfügung. Angeboten werden Tarife mit bis zu 2 GBit/s.


In und um Bielefeld bzw. Gütersloh ist die BITel aktiv. Genauer gesagt liefert die Stadtwerke-Tochter Highspeed-Internet für Haushalte in Gütersloh, Halle/Westfalen, Oerlinghausen, Rietberg-Varensell, Steinhagen, Verl sowie Werther. Welche Regionen schon erschlossen sind, verrät der Link auf der Glasfaser-Ausbaukarte des Anbieters auf dessen Webseite (siehe Tabelle unten). Momentan kann die BITEL so Tarife mit bis zu 1 GBit/s offerieren.


Weitere relevante Anbieter in NRW sind Westconnect (E.ON Highspeed), DOKOM21 (Dortmund), Gelsen-NET (Emscher-Lippe-Region), Glasfaser Ruhr (Bochum) sowie die Stadtwerke Münster.


Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz sind insbesondere Westconnect beziehungsweise E.ON Highspeed zu nennen. Ausgebaut wird u.a. in Boppard, Birresborn, Alzey und zahlreichen weiteren Gemeinden für Tarife bis 1000 MBit/s. Weitläufig vertreten ist in Rheinland-Pfalz zudem die Deutsche Glasfaser - unter anderem im Rhein-Lahn-Kreis und Worms. Im nördlichen Rheinland-Pfalz spielt KEVAG Telekom rund um Koblenz und den Landkreis Neuwied eine wichtige Rolle. Des Weiteren PFALZconnect in Bad Kreuznach, Donnersbergkreis und im Kreis Kusel. Ergänzend seien SWT trilan in Trier und EWR im Raum Worms/Rheinhessen genannt.


Leerrohrausbau für Glasfaser

Saarland: Im Saarland zählt „energis“ mit VSE NET und den saarländischen Stadtwerkepartnern zu den wichtigsten regionalen Playern. Unter „energis Highspeed“ vertreibt das Unternehmen in vielen saarländischen Gemeinden Anschlüsse bis 1000 MBit/s. Über die Marke „Energies" (ehemals Schlau)“ bieten Energis, „VSE NET“ sowie die saarländischen Stadtwerkepartner schnelles Glasfaserinternet in über 50 saarländischen Gemeinden. Tendenz steigend. Neben Strom, Gas und Wasser, können so schon zigtausende Haushalte auch Breitbandtarife der Zukunft mit aktuell bis 300 MBit beziehen.


Das Unternehmen „inexio“ (gehört zur Deutschen Glasfaser) bietet im Saarland ebenfalls FTTH-Anschlüsse für über 300.000 Haushalte – unter anderem im Landkreis Saarlouis und im Regionalverband Saarbrücken.


Recht neu ist OXG, ein Glasfaser-Joint-Venture von Vodafone und Altice, das vor allem in Saarbrücken und Völklingen über 100.000 Haushalte erschließt bzw. versorgt. Ergänzend sei noch GlasfaserPlus erwähnt, dass z.B. in Spiesen-Elversberg, Bexbach, Dillingen und Losheim am See aktiv ist.


Sachsen: In Sachsen ist insbesondere die "eins energie" als Regionalprovider für Glasfaser zu nennen. Das Stromunternehmen unterhält im Raum Chemnitz, Mittelsachsen, Erzgebirge, Zwickau/Vogtlandund dem Umland ein modernes Fibernetz. Die Tarife sind aktuell in Chemnitz bis zu 1000 MBit schnell. Der Anbieter „envia TEL“ verfügt ebenfalls über ein großes Glasfasernetz (> 7.000 km) in Mitteldeutschland und baut unter anderem in Sachsen Privatkunden- und Gewerbeanschlüsse aus.


Des Weiteren wäre da noch „SachsenEnergie“ (vormals auch "SachsenGigaBit") in Dresden, Ostsachsen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und weitere sächsische Ausbaugebieten. Vereinzelt findet man in Sachsen auch die Deutsche Glasfaser. Auf der Homepage des Anbieters können bis zu 1000 MBit gebucht werden.


SachsenEnergie Verteilerkasten für Glasfaser

Sachsen-Anhalt: Hier unterhält DNS:NET zwei der größten geförderten Glasfasernetze in der Altmark und der Börde. Der Anbieter ist in diesem Bundesland daher mit der wichtigste Netzprovider. Wie üblich werden Tarife bis 1000 MBit angeboten. DNS:Net hat aber auch einen Ultra-Tarif mit satten 8,5 GBit/s und das für vergleichsweise günstige 99.99 € monatlich. Der zweitschnellste Tarif von M-Net (Bayern) ist 5 GBit/s schnell, kostet aber rund 300 € im Monat.


Weiterhin sind in Sachsen-Anhalt als Regionalprovider noch MDDSL (Mitteldeutsche Gesellschaft für Kommunikation mbH), MDCC (Magdeburg), DATEL (Dessau) und wie auch in Sachsen envia TEL zu nennen..


Schleswig-Holstein: In diesem Bundesland prägen vor allem kommunale und regionale Anbieter den Glasfasermarkt. Führend sind hier NordConnect, das TNG-Stadtnetz, wilhelm.tel und VS Media.


NordConnect ist eine Art Glasfaser-Joint-Venture, genauer gesagt eine gemeinsame Telekommunikationsgesellschaft von SWN Stadtwerke Neumünster und Stadtwerke SH, die den Glasfaserausbau in der Region voranbringen soll. Die Gesellschaft bündelt und versorgen zahlreiche Ausbaugebiete in der Mitte und im Westen des Landes. Wichtig: Die Anschlüsse werden über die Marke „GIGA5“ auf der Seite swn.net vertrieben. Dort gibt es Tarife bis 2,5 GBit/s.


TNG ist vor allem in Kiel, Ostholstein und weiteren Zweckverbandsgebieten vertreten. Wilhelm.tel spielt vor allem in Norderstedt, Hamburg und dem Umland eine wichtige Rolle, während VS Media den Süden Schleswig-Holsteins, insbesondere Stormarn und Herzogtum Lauenburg, erschließt. Auch GlobalConnect ist hier und da präsent.


Thüringen: In Thüringen baut neben der Deutschen Glasfaser vor allem die NETKOM aus. Einem Tochterunternehmen der Thüringer Energie AG mit über 7.500 km Glasfaserleitungen. Das Fiber-Netz ist vor allem in Bad Tabarz, Dolmar-Salzbrücke, Drei Gleichen, dem Unstrut-Hainich-Kreis, Mühlhausen und zahlreichen weiteren Städten und Gemeinden verfügbar (mehr hier). Zudem sind in diesem Bundesland GlasfaserPlus sowie OXG in mehreren Ausbaugebieten aktiv. In Erfurt spielt die „SWE Glasfaser“ als lokaler Anbieter eine herausragende Rolle.


Netkom Ausbau in Thüringen

Name Region Link
BITel Großraum Bielefeld / Gütersloh
DATEL Dessau Dessau-Roßlau
Deutsche GigaNetz Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und weitere Ausbaugebiete
Deutsche Glasfaser u. a. Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
DNS:NET Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
DOKOM21 Dortmund und Umgebung
e.discom Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
eins energie in sachsen Chemnitz, Mittelsachsen, Erzgebirge, Zwickau/Vogtland
energis / VSE NET Saarland
ENTEGA Südhessen
envia TEL Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland
EWE Niedersachsen, Nordwestdeutschland
EWR Worms, Rheinhessen
Gelsen-NET Emscher-Lippe-Region
Glasfaser Nordwest Bremen, Niedersachsen, Nordwestdeutschland
Glasfaser Ruhr Bochum
GlasfaserPlus u. a. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
GlobalConnect u. a. Schleswig-Holstein
goetel Südniedersachsen, Nord- und Mittelhessen
htp Region Hannover, Hildesheim, Peine, Wolfenbüttel, Hameln-Pyrmont, Braunschweig
inexio Saarland, Rheinland-Pfalz
KEVAG Telekom Koblenz, Landkreis Neuwied, nördliches Rheinland-Pfalz
komro Rosenheim
LEONET Bayern, insbesondere ländlicher Raum
LüneCom Landkreis Lüneburg, Uelzen, Heidekreis, Gifhorn, Wolfenbüttel, Nordfriesland
M-net Bayern, Großraum Ulm, Main-Kinzig-Kreis
MDCC Magdeburg
MDDSL Sachsen-Anhalt
miecom Bayerisch-Schwaben
NetAachen / NetCologne Aachen, Düren, Heinsberg, Köln und Rheinland
NetCom BW Baden-Württemberg
Netcom Kassel Kassel, Nordhessen, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg
NetKOM Thüringen
neu-medianet Neubrandenburg, Mecklenburgische Seenplatte
NordConnect / GIGA5 Schleswig-Holstein, insbesondere Mitte und Westen des Landes
PFALZconnect Bad Kreuznach, Donnersbergkreis, Kreis Kusel
RegioNet Schweinfurt
R-KOM Ostbayern, Raum Regensburg
SachsenEnergie Dresden, Ostsachsen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Stadtwerke Marburg Großraum Marburg
Stadtwerke Münster Münster
Stadtwerke Schwerin / city.kom Schwerin
Stiegeler IT Baden-Württemberg, insbesondere Südbaden
SWE Glasfaser Erfurt
SWT trilan Trier
TeleData Bodensee, Oberschwaben, Allgäu, Hegau
TNG Stadtnetz Kiel, Ostholstein, weitere Zweckverbandsgebiete in Schleswig-Holstein
VS Media Stormarn, Herzogtum Lauenburg, südliches Schleswig-Holstein
WEMAG / WEMACOM Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg
Westconnect / E.ON Highspeed NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen
wilhelm.tel / willy.tel Norderstedt, Hamburg, südliches Schleswig-Holstein

Der Glasfaserausbau wird von vielen getragen

Da die Investitionskosten in die Milliarden gehen, können sowohl die Deutsche Telekom als auch die alternativen Netzbetreiber optische Kabel nicht innerhalb weniger Jahre flächendeckend zu sämtlichen Haushalten bringen. Stattdessen entsteht das Glasfasernetz Stück für Stück auf lokaler und regionaler Ebene. Eine weitere Rolle spielen dabei Fördermöglichkeiten auf Bundes- bzw. Landesebene sowie die Bereitschaft der Bewohner und angrenzender Gewerbegebiete, entsprechende Vorverträge einzugehen. Erst das gewährt potenziellen Investoren eine gewisse Sicherheit für die exorbitanten Ausbaukosten.

Aus diesem Grund werden oft regional begrenzte Kooperationspartnerschaften mit Unternehmen außerhalb der klassischen Telekommunikationsbranche eingegangen, darunter häufig auch Gesellschaften der öffentlichen Hand. Dies geschieht, um die Investitionssummen auf mehrere Schultern zu verlagern und um Synergieeffekte bei den Tiefbauarbeiten zu erzielen. In der Regel handelt es sich um die städtischen und kommunalen Energieversorger bzw. ihr privatwirtschaftliches Pendant. Aber auch Wohnungsgesellschaften werden als Partner umworben, da sie über eine große Anzahl Wohneinheiten verfügen und damit die potenziellen FTTH-Nutzer vertreten. Im Falle einer Zusammenarbeit können dann die Investitionen besser abgesichert und durch eine große Anzahl Neukunden langfristig rentabel gemacht werden. Enorm wichtig ist auch der Open-Access-Ansatz. Dabei stellt ein Netzbetreiber seine Glasfaserinfrastruktur auch anderen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung, die auf Basis dessen eigene Internet,- Telefonie- oder TV-Produkte bereitstellen können. Für Verbraucher bringt das mehr Auswahl und die Netze der Betreiber werden besser ausgelastet. Zudem wird unnötiger Doppelausbau vermieden.


Energieversorger und Modellprojekte der öffentlichen Hand

Der Glasfaserausbau wird von Landesregierungen zum Teil entschieden gefördert. Denn viele Unternehmen, insbesondere in ländlichen Regionen, klagen über zu langsame Internetverbindungen und benötigen leistungsstärkere Netze. So sorgt beispielsweise die bayerische Breitband-Initiative, getragen von zwei bayerischen Staatsministerien und der bayerischen Industrie- und Handelskammer (IHK), unter anderem für die Realisierung von Modellprojekten in kleineren Städten und Gemeinden. Das wohl hervorstechendste Beispiel ist das Stadtnetz Bamberg. Unterstützt vom Förderprojekt "Modellprojekte für den Breitbandausbau” konnte es bereits mehrere Städte und Gemeinden rund um Bamberg mit FTTH versorgen. Die Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH ist eine Tochtergesellschaft der Bamberger Stadtwerke, die in ganz Franken aktiv ist.


Glasfaserkabel am Server

Kleine Gemeinden als Träger des Netzausbaus

Sasbachwalden soll hier exemplarisch für den kommunalen Ausbau des Glasfasernetzes in Eigenregie stehen. Freilich hat auch die Gemeinde Sasbachwalden, zwischen Baden-Baden und Offenburg gelegen, Fördermittel des Landes erhalten. Denn die Ausbaukosten von 3,4 Millionen wären für die 550 Haushalte alleine nicht zu stemmen gewesen. Dennoch steht der Name Sasbachwalden für Eigeninitiative und Kreativität, denn die Glasfaserkabel wurden zur Vermeidung von Tiefbauarbeiten teilweise in Abwasserkanälen, zum Teil auch über Land verlegt. Ohne diesen Schritt hätten die Sasbachwaldener noch lange auf einen der Netzbetreiber warten können.

Langer Weg bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit von FTTH

Anhand der Beispiele wird deutlich, dass auch in Zukunft viele kreative Ideen und neue Kooperationsmodelle entstehen werden, bevor Deutschland schließlich auf eine flächendeckende und weitgehend lückenlose Verglasung schauen kann. Bis es so weit ist (nicht vor 2030), hilft unser Internetangebot Ihnen dabei, die Entwicklung in der eigenen Region zeitnah mitverfolgen zu können. Zudem sollten Sie besonderen Aktionen und Frühbuchrabatte nicht verpassen.


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