Glasfaser-Ausbau von der Dt. Telekom

Wo gibt’s schon Glasfaser-Internet von der Telekom und wie läuft der Ausbau?


Spezial zum Glasfaserausbau der Dt. Telekom

Internet über Glasfaseranschlüsse, auch FTTH bzw. FTTB abgekürzt, versprechen höchste Leistung für anspruchsvolle Kunden. Garniert wird das Ganze mit der besten Zukunftstauglichkeit. Datenraten von aktuell bis zu 1000 Mbit/s sprechen für sich. Das bundesweit größte Glasfasernetz betreibt und erweitert die Dt. Telekom. Noch steckt das Netz allerdings nach wie vor in den Kinderschuhen – doch das soll sich bald schon ändern. Folgend erfahren Sie alles zum aktuellen Stand des Ausbaus und den Plänen. Zudem können Sie direkt einen Verfügbarkeitstest machen.

Grundstein zum FTTH-Netz schon vor 9 Jahren gelegt

Die Anfänge zum Breitbandnetz der Zukunft reichen bereits 9 Jahre zurück. Denn am 13.08.2012 startete die Telekom FTTH erstmals offiziell in den 12 Städten Deutschlands den Vertrieb von echten Glasfaser-Anschlüssen. Also solche, bei denen die fiberoptischen Kabel direkt bis in das Haus (FTTB) oder gar die Wohnung (FTTH) der Kunden reichen. Damals eher ein symbolischer Akt mit wenigen hunderttausend potenziellen Zugängen. Nach einigen Jahren stetigen Wachstums, schwenkte der Konzern zirka von 2014 – 2020 auf Brückentechniken, welche es in kürzester Zeit kostengünstig erlaubten, schnellere Tarife für die breite Masse anzubieten. Gemeint ist die Einführung von Hybrid-Internet (LTE+DSL) sowie schnelleres VDSL über Vectoring und Supervectoring. Doch 2021 folgend, soll Glasfaser bis zum Kunden wieder im Mittelpunkt der Ausbaubemühungen stehen, doch dazu später mehr.

Stand zum Ausbau heute

Anfang 2021 stellte die Deutsche Telekom in etwa 2 Millionen Anschlüsse per FTTH/B zur Verfügung. Das bedeutet allerdings noch nicht 2 Mio. Kunden – die branchentypische „take rate“ („Nutzungsrate“) liegt bei ca. 30 Prozent. Also das Verhältnis aus verfügbaren Anschlüssen und tatsächlich gebuchten. Werden in einer Stadt z.B. 1000 Haushalten Zugängen angeboten und 250 haben einen Tarif gebucht, liegt die Nutzungsrate bei 25 Prozent.

Glasfaserausbau Deutsche Telekom

Ausbauarbeiten am Glasfasernetz | Bild: Dt. Telekom


Neben der Dt. Telekom, bieten aber natürlich auch noch andere Anbieter Glasfaserzugänge. Bundesweit kumuliert sind zurzeit zirka 5 Mio. Anschlüsse möglich. Somit liegt die Reichweite irgendwo im Bereich von 10-20 Prozent – verglichen mit über Prozent VDSL und 98-99 Prozent DSL. Mehr zum bundesweiten Glasfaserausbau erfahren Sie hier.




Die nüchternen Zahlen zeigen also, der Anfang ist gemacht, aber es ist noch ein sehr, sehr weiter Weg bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit. Zumal die Telekom für die ersten 2 Mio. Anschlüsse fast ein Jahrzehnt gebraucht hat. Dennoch gibt es Hoffnung auf einen raschen Richtungswechsel, wie wir im übernächsten Abschnitt sehen werden.

Mit wenigen Klicks können Sie hier direkt auf der Telekomseite prüfen, ob bei Ihnen schon Glasfaser verfügbar ist bzw. ggf. andere Techniken.

Entwicklung der Anschlusszahlen im Überblick

Leider hat die Deutsche Telekom bis zum Jahr 2019 nie genaue Zahlen zur FTTH/B Verfügbarkeit gemacht. Erst seit 2020 lassen sich aus den Pressemeldungen erste Infos entnehmen. Wenn die Anbieter keine konkreten Werte nennen, ist dies stets ein Zeichen, dass man auf diese nicht sehr stolz ist. Denn gute Zahlen werden natürlich groß vermarktet – auch als Abgrenzung zum Wettbewerb. Es gibt aber einen Wert, welcher von der Dt. Telekom seit 2015 immer mit genannt wird – die Länge des Glasfasernetzes in Kilometern. Folgend haben wir die Zahlen bis heute im Diagramm veranschaulicht.




Und hier noch die seit 2020 verfügbaren Zahlen zu den FTTH/B Anschlüssen von der Telekom, welche wir bis 2030 kontinuierlich ergänzen und pflegen werden ...






Pläne für die Zukunft

Bereits 2018, also vor gut 3 Jahren, machte die Deutsche Telekom in einer Pressemitteilung eine interessante Ankündigung, welche sicher von vielen kaum beachtet wurde. Sie wies bereits früh auf einen nahenden Paradigmenwechsel bei der Finanzpolitik zum Glasfaser-Ausbau hin. Im Wortlaut hiess es da:

Bis Ende 2020 wird die Telekom den FTTC-Ausbau (Anmerkung Redaktion, gemeint ist VDSL) weitgehend abschließen. Danach wird FTTH (Fiber to the Home; zu Deutsch: Glasfaser bis ins Haus) großflächig ausgebaut.

Man wolle zudem ab 2021 „ ... pro Jahr bis zu zwei Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus ausstatten.“[1]. Eine kleine Sensation also! Wer meint, dass so eine Pressemeldung noch nicht viel bedeuten muss – Ende 2020 bekräftige der Konzern die Pläne abermals und gab sogar noch eine Agenda bis 2030, also die nächsten 10 Jahre, bekannt. Demnach wolle man in diesem Zeitraum die FTTH-Verfügbarkeit auf nahezu 100 Prozent ausweiten. Also so, dass fast jeder Haushalt derartige Tarife buchen kann.

Bis 2030 will die Dt. Telekom die Glasfaser-Verfügbarkeit nahezu flächendeckend gewährleisten ...

Die Grundlage dafür können ausgerechnet die jahrelang ausgebauten VDSL-Zugänge liefern. Denn durch diese war es schon in der Vergangenheit nötig, fiberoptischen Leitungen immer weiter zum Kunden zu führen, was das Glasfasernetz somit indirekt erweiterte. Das dies gelang, zeigen ja die Zahlen oben. Folgend müssen also in vielen Regionen „nur noch“ die letzten paar Meter vom Verteiler zu jedem Haus gezogen werden.


Quellen:
[1] https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/ausbaujahr-2018-telekom-macht-8-millionen-anschluesse-schneller-557620
+ mehrere Pressemitteilungen der Dt. Telekom

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