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26. 01. 2026

Laut Ooklas Global Index, belegt Deutschland mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 101,96 Mbps Platz 31 unter den europäischen Ländern. Über die neueste Glasfaserausbauquote ist wenig bekannt, sodass weiterhin die von BREKO im Juni letzten Jahres veröffentlichte Quote von 52,8% gültig ist.

 

Im Jahr 2026 treten die Themen Kupfer-zu-Glas-Migration sowie IT-Sicherheit in den Vordergrund. Aufgrund der Gigabitstrategie wurde beschlossen, bis 2030 den flächendeckenden Ausbau der Glasfasernetze zu realisieren. Um den Umstieg auf Glasfaser zu beschleunigen, ist die Abschaltung der Kupfernetze geplant, wobei nicht vor 2032 mit der endgültigen Deaktivierung der Koax-Kabelnetze zu rechnen ist.

 

Darüber hinaus ist die EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS) in Deutschland Ende 2025 in Kraft getreten. Dementsprechend werden die betreffenden Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Cybersecurity bei kritischen Anlagen oder wichtigen Einrichtungen zu erhöhen.

Deutsche Telekom (Stand Januar 2026)

Die Telekom beabsichtigt, den Glasfaserausbau in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit mehr Tempo anzugehen: „Wir bringen unsere Glasfaser vom Bürgersteig ins Wohnzimmer. Dafür investieren wir mehr als je zuvor. Wir wollen den Vollausbau von Mehrfamilienhäusern forcieren […]. Neue Verlegemethoden und KI helfen uns zusätzlich, schneller auszubauen und Kunden auf unser Glasfaser-Netz zu bringen“, erläutert Rodrigo Diehl, Chef der Telekom Deutschland. Geplant ist, zusätzliche 800 Millionen Euro in den Glasfaserausbau zu investieren. Ohnehin betragen die Investments in den nächsten fünf Jahren 30 Milliarden Euro.

 

Glasfaser-Ausbau

 

Letztes Jahr errichtete der Telekommunikationskonzern zusätzliche 2,7 Millionen Anschlüsse, sodass aktuell 12,6 Millionen Glasfaseranschlüsse existieren. Insgesamt verfügt das eigene Glasfasernetz über eine Länge von 860.000 Kilometer. Abgesehen davon, stehen für 37,1 Millionen Privathaushalte und Gewerbetreibende Tarife mit 100 Mbit/s zur Verfügung. Davon können wiederum mehr wie 31,8 Millionen auf Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s zugreifen.

Vodafone (Stand Dezember 2025)

Die Bilanz für 2025 fällt für die Düsseldorfer positiv aus: „Wir sind die Nummer eins beim schnellen Internet für Deutschland: Unsere Techniker haben unsere Gigabit-Infrastruktur in diesem Jahr mit tausenden Modernisierungsmaßnahmen noch besser und mit neuen Glasfaser-Anschlüssen noch größer gemacht“, bringt es CEO Marcel de Groot treffend auf den Punkt.

 

Bei der Strategie streut Vodafone das Risiko, indem der Fokus auf drei Bereiche liegt. Zum einen betreibt der Telekommunikationskonzern das größte Kabel-Glasfasernetz, welches über 29,6 Millionen Abonnenten hat. Letztes Jahr wurden am Kabelnetz 2.500 Segmentierungen vorgenommen, was die Zahl der Netzsegmente und den Anteil an Glasfaser erhöhte. Aufgrund der Modernisierungsarbeiten stieg die Leistung und Stabilität bei 620.000 Kabelanschlüssen an. Zudem wurden rund 70.000 neue Kabel-Glasfasernetze geschaffen.

 

Andererseits beabsichtigt der Netzbetreiber aus Düsseldorf den Bau von sieben Millionen Glasfaseranschlüssen, welche vorrangig über das Joint-Venture OXG errichtet werden. Mittlerweile sind durch dieses Projekt 450.000 Glasfaser-Anschlüsse fertiggestellt worden. Derzeit werden 800.000 weitere Glasfaser-Anschlüsse errichtet. Für 2026 kündigt der Düsseldorfer Netzbetreiber den Bau von satten drei Millionen Glasfaseranschlüssen an.

 

Last but not least, arbeitet das Telekommunikationsunternehmen am Projekt „GigaGemeinde“ mit Kommunen zusammen. Dabei werden Gebiete, welche zu den weißen Flecken zählen, mit Glasfaser erschlossen. Von diesem Projekt profitieren zurzeit über 500.000 Haushalte, für die derzeit neue Glasfaseranschlüsse errichtet werden. Außerdem erhalten 500.000 Gewerbetreibende einen direkten Anschluss ans Glasfasernetz.

 

 

1&1 Versatel (Stand November 2025)

Der Netzbetreiber aus Düsseldorf hat im dritten Quartal 29,5 Millionen Verträge abgeschlossen, von denen 3,86 Millionen auf Breitbandverträge entfallen. Insgesamt gab es einen leichten Rückgang bei den Breitbandverträgen.

 

Dank einer Partnerschaft mit der Deutschen Telekom, haben rein theoretisch 12,6 Millionen Kunden Zugang zu einem Glasfaseranschluss. Nichtsdestoweniger verfügt das Telekommunikationsunternehmen über ein eigenes Glasfasernetz, welches mittlerweile eine Länge von 67.000 Kilometern aufweist und in 350 Städten verfügbar ist. Vor allem unter Gewerbetreibenden ist das Netz von 1&1 beliebt, da es in über 300 Gewerbegebieten verfügbar ist.

O2 Telefónica (Stand Dezember 2025)

Im dritten Quartal schloss das am Georg-Brauchle-Ring in München ansässige Telekommunikationsunternehmen 3.000 zusätzliche Festnetzverträge ab, wobei die Kündigungsrate weiterhin gering ausfällt. Um die Reichweite an Glasfaser zu erhöhen ist der Netzbetreiber vor einiger Zeit eine Kooperation mit den Bonnern eingegangen, sodass rein theoretisch 12,6 Millionen Glasfaseranschlüsse verfügbar sind.

 

Darüber hinaus gründete das deutsche Tochterunternehmen von Telefónica zusammen mit der Allianz 2020 das Joint-Venture „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG), um neue Glasfasernetze in ländlichen Regionen zu errichten. UGG ist in acht Bundesländern, vom Süden bis zum Nordwesten und dem Osten aktiv. Bislang wurden eine Million Glasfaseranschlüsse gebaut. Während 350 Kommunen betreut werden, werden zusätzliche 150 Kommunen ans Glasfasernetz angeschlossen.

Deutsche Glasfaser (Stand Dezember 2025)

Der in Borken (NRW) ansässige Netzbetreiber konzentriert sich auf den Ausbau von Glaserfaser im ländlichen Raum. Die Deutsche Glasfaser hat es sich zum Ziel gesetzt, sechs Millionen FTTH-Anschlüsse deutschlandweit zu errichten. Hierfür stehen zehn Milliarden Euro zur Verfügung, welche zu 51% von der schwedischen Investmentgesellschaft EQT und zu 49% vom kanadischen Pensionsfonds OMERS stammen. Rund 400.000 FTTH-Anschlüsse errichtet der Netzbetreiber jährlich, wobei 43% der benötigten FTTH-Anschlüsse mittlerweile gebaut worden sind. Insgesamt haben über 1,5 Millionen Kunden einen Glasfaservertrag abgeschlossen.

Tele Columbus (Stand November 2025)

Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber investiert im Zuge der „Fiber Champion“ Strategie in den nächsten zehn Jahren zwei Milliarden Euro. Die geplanten Investitionen fließen vorrangig in die Errichtung von Glasfasernetzen. Um im Kabelnetz von Tele Columbus Gigabit-Geschwindigkeiten anzubieten, rüstet der Netzbetreiber das Netz mittels DOCSIS 3.1 auf. Zusätzlich werden neue Glasfasernetze gebaut. Zu den aktuellen Ausbaugebieten zählen Haan, Lörrach, Maßbach, Ploen und Teisendorf.

 

 

Das Telekommunikationsunternehmen aus Berlin erreicht mittlerweile drei Millionen Haushalte. Rund 730.000 Internetverträge hatte der Netzbetreiber im dritten Quartal abgeschlossen. Circa die Hälfte der Neukunden bucht Tarife mit mindestens 500 Mbit/s.

DNS:NET (Stand November 2025)

Bei der DNS:NET handelt es sich um einen alternativen Netzbetreiber, welcher in den Bundesländern Brandenburg, Berlin sowie Sachsen-Anhalt aktiv ist. Dort kooperiert das Telekommunikationsunternehmen mit gut 400 Orten und Gemeinden. Mittlerweile weist die eigene Glasfaser-Trasse eine Länge von über 1.500 Kilometern auf. Die Reichweite betrifft über 300.000 Haushalte, wobei tatsächlich circa 150.000 Internetverträge abgeschlossen worden sind.

NetCologne (Stand Dezember 2025)

Dank Investitionen im zweistelligen Millionenbereich, weist das Glasfasernetz des Kölner Netzbetreibers eine Länge von 31.900 Kilometern auf. Die Versorgungsquote der Stadt Köln mit Glasfaser beträgt 75%, wobei diese innerhalb von drei Jahren auf 80% steigen soll. Kürzlich wurden weitere 15.000 Haushalte sowie 2.000 Gewerbebetriebe über die von Bund und Land finanzierte Weiße-Flecken-Förderung mit dem Glasfasernetz von NetCologne verbunden.

Westconnect (Stand Dezember 2025)

Westconnect betreibt vornehmlich in Westdeutschland, nämlich in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen sowie Hessen eigene Glasfasernetze mit einer Gesamtlänge von über 27.000 Kilometern. In mehr als 600 Gemeinden besteht Zugang zum Netz des Essener Netzbetreibers, wobei aktuell 2,3 Millionen Haushalte einen Tarif gebucht haben.

Hilfreiches zum Beitrag:

» hier aktuelle Glasfaser-Tarife vergleichen
» wichtige Alternativen zu Glasfaser

 

Quellen: 1&1, BREKO, Deutsche Glasfaser, Deutsche Telekom, DNS:NET, MPC, NetCologne, Tele Columbus, Telefónica, UGG, Vodafone, Westconnect.
Bilder im Artikel: © Glasfaser-Internet.info
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