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Feb 16 2021

 von: Redaktion Glasfaser-Internet.info

Die Erschließung und Versorgung von Häusern mit Glasfaser ist ein aufwändiger und damit teurer sowie langfristiger Prozess. Auch wenn die Telekom bereits viele Haushalte mit schnellem Internet versorgt hat, kommt der Glasfaserausbau deshalb nur relativ schleppend voran. Ändern könnte dies die neue Keyhole-Methode, die die Telekom gerade testet.

Keyhole-Verfahren auf dem Prüfstand

In 2021 sowie den kommenden Jahren will die Telekom jährlich zwei Millionen Haushalte neu mit Glasfaser versorgen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Denn der Glasfaserausbau ist aufwändig. Um dies zu beschleunigen sowie kostengünstiger zu gestalten, ist die Telekom regelmäßig auf der Suche nach neuen Verlege-Methoden.

 

Aktuell im Test ist das neue Keyhole-Verfahren. Das neue Verfahren soll deutlich schneller und einfacher sein. Denn statt einer aufwändigen Baugrube, die Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, soll die Glasfaser quasi wie durch ein Schlüsselloch ins Haus gebohrt werden. Das ist schneller und umweltschonender.

Minimalinvasives Verfahren

Mit der Keyhole-Methode kann Glasfaser von einem Hauptkabel an der Straße direkt in die Haushalte gelegt werden. Mit einem speziellen Gerät wird eine Horizontal-Spülbohrung in einer neuen Form durchgeführt. Zunächst wird mit einer Bohrkrone ein Loch mit einem Durchmesser von 65 cm in den Asphalt geschnitten und dann die Erde bis zum Kabel mit einem Sauger weggesaugt. Anschließend erfolgt die Bohrung mit dem speziellen Spülbohrgerät in horizontaler Richtung bis ins Haus hinein. Im Haus angekommen wird dann das Kabel durchs Erdreich bis zum Bohrloch gezogen.

 

Hierbei reduziert sich bei diesem minimalinvasives Verfahren der Aufwand deutlich, da unter anderem die Straße weniger beschädigt wird. Mit der Keyhole-Methode kann ein FTTH-Ausbau an nur einem Tag realisiert werden. Das würde den zeitlichen Aufwand für den FTTH-Ausbau deutlich reduzieren, sodass die Telekom mehr Haushalte mit geringeren Kosten an das eigene Glasfasernetz anbinden kann. Wie das genau in der Praxis funktioniert, zeigt das Video.

 


© Deutsche Telekom

Quelle: Deutsche Telekom

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