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20. 04. 2026

Beim weltweiten Geschwindigkeitsvergleich, welcher von Ookla zuletzt im März 2026 aktualisiert worden ist, schneidet Deutschland mittelmäßig ab. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103,72 Mbps belegt es Platz 29 in Europa, gleich hinter Österreich. Allerdings beträgt die Glasfaserausbauquote laut BREKO immerhin 52,8% (Stand August 2025).

 

Obwohl das Ausbauziel der Bundesregierung zur Hälfte erreicht ist, liegt dagegen die Take-Up-Rate um einiges darunter, nämlich bei schlappen 27%. Gründe hierfür sind die mangelnde Wechselbereitschaft, da der bisherige Anschluss ausreichend funktioniert sowie der Irrglaube, der Umstieg zu Glasfaser sei (zu) aufwändig. Darüber hinaus fallen für das monatliche Abo in unseren Breiten höhere Kosten an als in den europäischen MED-Staaten. Beispielsweise berappen Nutzer bei der Deutschen Glasfaser monatlich 89,99 Euro für einen Glasfaser-Anschluss während es in Frankreich circa 30 Euro sind.

Deutsche Telekom (Stand März 2026)

Glasfaser Deutsche Telekom

 

Die Bonner verfügen über die mit Abstand meisten Glasfaseranschlüsse. 12,8 Millionen Haushalte haben somit Zugriff auf Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Mbit/s. Daneben steht für 37 Millionen Haushalte lediglich die veraltete DSL-Technologie zur Verfügung. Ganze 32 Millionen Nutzer können gar auf auf VDSL zurückgreifen.

 

Letztes Jahr abonnierten immerhin 500.000 Nutzer einen der Glasfasertarife der Deutschen Telekom, wobei 2027 davon ausgegangen wird, dass weitere eine Million Glasfaseranschlüsse abonniert werden. Im Download bevorzugen die meisten Nutzer hauptsächlich IPTV wie MagentaTV, YouTube, Netflix oder Amazon Prime gefolgt von Instagram.

Vodafone (Stand Januar 2026)

Anders als die Bonner, streuen die Düsseldorfer das Risiko, indem sie sich auf drei Strategien fokussieren. Mittels Segmentierungen und neuen Glasfaser-Backbones wendete Vodafone letztes Jahr 2.500 Maßnahmen im Kabelnetz an, was eine höhere Stabilität sowie mehr Bandbreite zur Folge hatte. Circa 30 Millionen Nutzer haben einen Kabelanschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit abonniert.

 

Der Ausbau der eigenen Glasfaseranschlüsse übernimmt dabei das von Vodafone und Altice 2022 gegründete Joint-Venture OXG. Beabsichtigt ist, bis 2028 sieben Millionen echte Glasfaseranschlüsse zu errichten, wobei die Reichweite an Glasfasertarifen bei 11,3 Millionen Haushalten liegt.

 

Auf dem Lande verfolgt das Telekommunikationsunternehmen mit dem Projekt „GigaGemeinde“ den Ansatz, weiße Flecken zu stopfen. So entstehen in Zusammenarbeit mit Kommunen mehr wie 500.000 neue Glasfaseranschlüsse.

1&1 Versatel (Stand März 2026)

Dank einer Kooperation mit den Bonnern, hat der Netzbetreiber aus Düsseldorf die Reichweite an Glasfaseranschlüssen auf 12,8 Millionen erhöht. Das eigene Glasfasernetz hingegen kommt auf eine Länge von 68.500 Kilometern und ist in gut 350 Städten verfügbar. Allerdings ist die Zahl der abgeschlossenen Internetverträge leicht rückgängig. Denn im Dezember 2025 wurden 100.000 weniger Verträge bei 1&1 abgeschlossen, sodass die Zahl auf 3,84 Millionen sank. Allerdings konzentriert sich der Netzbetreiber vorrangig auf Geschäftskunden, indem über 300 Gewerbegebiete ans Glasfasernetz angeschlossen sind.

 

Glasfaserausbau Erdarbeiten

O2 Telefónica (Stand März 2026)

Ähnlich wie bei 1&1, besteht zwischen O2 Telefonica und den Bonnern eine Kooperation, sodass rein theoretisch 12,8 Millionen Glasfaseranschlüsse verfügbar sind. Darüber hinaus baut das Unternehmen sein eigenes Glasfasernetz, indem es 2020 zusammen mit der Allianz das Joint-Venture „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) gründete. Das Joint-Venture konzentriert sich überwiegend auf den suburbanen beziehungsweise ländlichen Raum. Mittlerweile ist UGG in acht Bundesländern von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen-Anhalt sowie Bayern beziehungsweise Baden-Württemberg vertreten. Bislang wurden eine Million Glasfaseranschlüsse gebaut, sodass sich die Reichweite auf über 350 Gemeinden erstreckt.

Deutsche Glasfaser (Stand März 2026)

Der in Borken ansässige Netzbetreiber verfügt über ein hohes Investitionsvolumen von zehn Milliarden Euro. Dabei steuert die schwedische Investmentgesellschaft 51% bei, wohingegen 49% vom kanadischen Pensionsfonds OMERS stammen. Bislang hat das Telekommunikationsunternehmen 2,7 Millionen FTTH-Anschlüsse gebaut, von denen 1,5 Millionen aktiv genutzt werden. Insgesamt nutzen 40% der Vertragskunden das Netz des regionalen Providers, welcher derzeit in 1.750 Kommunen FTTH-Projekte durchführt.

Tele Columbus (Stand Februar 2026)

Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber kommt auf eine Reichweite von circa drei Millionen Nutzern, indem er bundesweit aktiv ist. Mittels der „Fiber Champion“-Strategie, für die zwei Milliarden Euro zur Verfügung stehen, beabsichtigt das Unternehmen das eigene Kabelnetz aufzurüsten und eigene Glasfasernetze zu bauen. Dabei wird mittels DOCSIS 3.1 das Kabelnetz mit Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich versorgt. Außerdem kooperiert der Netzbetreiber aus Berlin mit Kommunen und Wohnungsgesellschaften, um FTTH-Netze zu errichten. Im Schnitten verbrauchen die Nutzer 325 Gigabyte monatlich im Netz des Telekommunikationsunternehmens.

DNS:NET (Stand März 2026)

Glasfaser DNS:NET

 

Die Reichweite des Berliner Netzbetreibers erstreckt sich auf die drei Bundesländer Berlin, Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt. Dabei fokussiert sich das Telekommunikationsunternehmen auf den Bau von FTTH-Netzen sowohl in Städten als auch in ländlichen Gebieten. An der eigenen Glasfaser-Trasse, welche eine Länge von 1.500 Kilometern aufweist, sind mehr wie 400 Orte und Gemeinden angeschlossen. Rein theoretisch haben 300.000 Nutzer Zugang zum FTTH-Netz, wobei tatsächlich 150.000 Haushalte angeschlossen sind. Im Gegensatz zu etlichen anderen Providern reichen die Tarife von 1.000 Mbit/s bis 10 Gbit/s.

Westconnect (Stand März 2026)

Als ein Tochterunternehmen des Energieversorgers E.ON versorgt der Essener Netzbetreiber die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie Niedersachsen mit Glasfaser-Internet. Das 27.000 kilometerlange Glasfasernetz verbindet die Städte Trier mit Osnabrück und ist in mehr wie 600 Gemeinden verfügbar. Circa zwei Millionen Nutzer haben einen Tarif beim Telekommunikationsunternehmen gebucht. Kürzlich wurde eine Open-Access-Vereinbarung mit der Deutschen GigaNetz abgeschlossen, indem fast 14.000 Internetanschlüsse durch die Hamburger Netzbetreiber vermarktet werden.

M-net (Stand März 2026)

Zusammen mit den Münchener Stadtwerken baut der lokale Netzbetreiber M-net das Glasfasernetz der Stadt München aus. So haben 70% der Haushalte Zugang zu einem FTTB-Anschluss. Mittlerweile werden zunehmend FTTH-Anschlüsse errichtet, was Bandbreiten von 5.000 Mbit/s ermöglicht. Zusätzlich baut das Unternehmen die Glasfasernetze rund um den Main-Kinzig-Kreis, in Erlangen, Nürnberg sowie Augsburg weiter aus.

Leonet (Stand März 2026)

Ein weiterer bayerischer Netzbetreiber engagiert sich überwiegend auf dem Land, indem er 200 Kommunen mit Glasfaser versorgt. Das eigene Glasfasernetz umfasst über 4.000 Kilometer. Bislang flossen 100 Millionen Euro in den Ausbau der Breitbandnetze.

Netcologne (Stand März 2026)

Das Glasfasernetz des Kölner Netzbetreibers verbindet die Städte Düsseldorf, Köln, Bonn sowie Aachen miteinander und umfasst eine Länge von 31.900 Kilometern. Jährlich fließen über 50 Millionen Euro in den Glasfaserausbau, sodass drei Viertel der Kölner Zugang zum Glasfasernetz haben. Mittlerweile haben über 700.000 Nutzer in Köln einen Glasfaseranschluss abonniert. Zusätzlich baute der Netzbetreiber Glasfaseranschlüsse für 17.000 Haushalte in Köln, welche zu den weißen Flecken gehören, indem nicht nur eigenes Geld, sondern Fördermittel in den Ausbau der schwer zu erschließenden Gebiete floss.

 

Was die Strategie des Telekommunikationsunternehmens angeht, wird bis 2028 eine Netzabdeckung von 80% in Köln angepeilt. Davon betroffen sind die Gebiete Rodenkirchen, Neuehrenfeld, Sürth, Altstadt-Nord, Bickendorf, Zollstock und Stammheim.

 

Hilfreiches zum Beitrag:

» weitere Glasfaser-Anbieter pro Bundesland vergleichen
» hier aktuelle Glasfaser-Tarife vergleichen

 

Quellen: 1&1, BREKO, Deutsche GigaNetz, Deutsche Glasfaser, Deutsche Telekom, DNS:NET, Leonet, M-net, Netcologne, Ookla, Tele Columbus, Telefónica, UGG, Vodafone, Westconnect.
Bilder im Artikel (sofern nichts anderes angegeben): © Glasfaser-Internet.info
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