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06. 11. 2024

Im September veröffentlichte BearingPoint die Glasfaserstudie 2024. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich zukünftig die Schere zwischen der Zahl an Glasfaser-Anschlüssen und deren Auslastung vergrößert.

 

Zwischen dem 2. bis 05. Juli sowie vom 19. bis 23. August führte BearingPoint die Glasfaser-Studie 2024 durch, an der über 6.000 Befragte aus Deutschland und Österreich teilnahmen. Mehr wie 50% der Teilnehmer sind jünger als 54 Jahre.

Nutzerverhalten

49% gaben an, dass sie immer noch einen DSL-Anschluss nutzen. Auf den Plätzen zwei und drei landen die Anschlusstypen Glasfaser sowie Kabel, wobei der Prozentwert bei beiden Anschlusstypen ähnlich hoch ist, nämlich 18%. Interessant ist, dass 56% der Nutzer über 55 DSL bevorzugen, während 35- bis 44-Jährige am häufigsten Glasfaser nutzen.

Gründe

Als Gründe für die niedrige Wechselfreudigkeit der Nutzer werden die höheren Kosten eines Glasfaser-Tarifs genannt, im Schnitt 11% teurer wie ein DSL-Anschluss. Hinzukommt, dass 15% der Befragten für sich keine nennenswerten Vorteile gegenüber der schnelleren Glasfaser-Technologie sehen.

 

 

Darüber hinaus sind 51% der Befragten zu schlecht informiert, was die Vorzüge eines Glasfaser-Anschlusses angeht. Weitere 42% haben keine Werbung für Glasfaser entdeckt, weshalb ein potenzieller Wechsel für lediglich 22% aus dieser Gruppe infrage kommt. Anders verhält es sich, falls im Vorfeld Werbung konsumiert oder Marketingmaßnahmen beachtet wurden. Dann möchten 54% aus dieser Gruppe auf Glasfaser umsteigen.

Aussichten

Da die Nutzer der älteren Anschlussarten größtenteils zufrieden sind, ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren, Glasfaser-Anschlüsse weiterhin weniger gefragt sein werden. Im Hinblick auf die Gigabitstrategie der Bundesregierung, bis 2030 flächendeckend Glasfaser anzubieten, ergeben sich abgesehen von der niedrigen Wechselfreudigkeit der Nutzer, weitere Hindernisse. So gibt es derzeit mit einer Quote von 43,2% noch zu wenige Glasfaser-Anschlüsse, sodass die Umsetzung der Gigabitstrategie bisweilen schleppend verläuft.

Optimierungen

Die Vorteile von Glasfaser wie zum Beispiel geringe Latenzzeiten, mehr Bandbreite oder einen geringen Stromverbrauch sind nicht vielen Menschen bewusst. Aus diesem Grund appelliert die BearingPoint-Studie, dass Internet-Provider und die Regulierung die Bevölkerung besser aufklären. Um mehr Anreize für einen Wechsel zu schaffen, zieht Marcel Tietjen, Partner bei BearingPoint Vergleiche mit europäischen Nachbarländern. Laut ihm „würde ein verbindliches Abschaltdatum von DSL, …, Klarheit für die Endkunden, aber auch Planungssicherheit für die ausbauenden Unternehmen schaffen.“ Zusätzliche Anreize werden zum Teil von den Netzbetreibern selbst geschaffen, indem sich die Preise der Glasfaser-Tarife mit ähnlicher Bandbreite unterhalb der anderen Technologien bewegen.

Hilfreiches zum Beitrag:

» Glasfaser Anbieter im Überblick
» Glasfaser-Tarife vergleichen
» Karte zur Glasfaser Verfügbarkeit

Quelle: BearingPoint
Bild im Artikel: © BearingPoint
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