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Nov 22 2017

 von: Redaktion Glasfaser-Internet.info

Wie die Deutsche Telekom heute bekannt gab, wolle den Ausbau mit superschnellem Glasfaserbreitband weiter deutlich vorantreiben. Dazu soll ein neuer Vermarktungsansatz helfen. Zudem verweist der Konzern auf die gemachten Fortschritte in 2017.

 

FTTH-Ausbau vernachlässigt?

In den letzten Monaten sah sich die Deutsche Telekom immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, man tue zu wenig für den Glasfaserausbau in Deutschland. Tatsächlich forcieren die Bonner aktuell vor allem den 4G-Ausbau sowie die Versorgung über das weit günstigere VDSL. Dabei wird eine Teilstrecke zum Kunden über die alten Telefon-Festnetzanschlüsse realisiert. Und während die Kabelanbieter teils flächendeckend schon 200-500 MBit Flatrates anbieten können, ist VDSL aktuell auf 100 MBit begrenzt. Eine Steigerung ist nur durch neuere Vectoringtechniken absehbar (Supervectoring) oder eben durch direkte Fiber-Anbindung (FTTH). Studien belegen zudem immer wieder, dass es sich Deutschland in diesem Zusammenhang noch auf dem Niveau eines Entwicklungslandes befindet. Das ein einzelnes Unternehmen aber nicht die gesamte Aufgabe allein bewältigen kann sollte klar sein.

Zukunftsinternet auch für kleinere Städte

Offensichtlich will sich die Telekom aber nun wieder verstärkten dem Netzausbau mit FTTH zuwenden. Dafür startet im Dezember in Bad Staffelstein (Franken) ein Pilotprojekt, in dem sich interessierte Bürger für einen Glasfaseranschluss vorregistrieren können. Wenn mindestens 750 Vorbestellungen eingehen, wird bis Ende 2018 FFTH ausgebaut. Für Frühbesteller entfallen zudem die sonst üblichen Hausanschlusskosten. Darüber hinaus ist geplant, Anfang nächsten Jahres weitere Teststädte in Hessen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg folgen zu lassen.

 

Tatsächlich ist das Konzept nicht neu. Bereits 2011 startete die Telekom den Glasfaserausbau auf Basis von Vorregistrierungen in ca. 20 Städten. Damals war das Kundeninteresse in vielen Städten allerdings recht verhalten und einige Projekte platzten daher, wie hier. Nun wagt man offensichtlich einen Neustart. Schließlich hat sich in 6 Jahren im Internet auch viel getan und der Bedarf nach hochleistungsfähigen Internetzugängen hat weiter zugelegt. Damals gab es beispielsweise noch kein Netflix und schon gar nicht Ultra-HD Fernseher. Amazon und Netflix bieten heute immer mehr 4K-Inhalte, die nach Datenraten von gut 25 MBit/s verlangen.

Neue Verlege-Technik soll Kosten reduzieren

Ein Hauptargument gegen die Verlegung schneller Glasfasertechnik war bisher immer der Kostenfaktor. Haupttreiber sind dabei aber nicht etwa die Kabel, sondern die nötigen Aushub-Arbeiten. Mit der sogenannten „Trenching-Technik“ könnten die Kosten massiv gesenkt werden. Dabei wird im Prinzip nur ein Schlitz in den Straßenbelag gefräst, in dem dann die Leitungen verlaufen.

 

Erfolge 2017

Für das aktuelle Jahr peilt die Telekom 40.000 neue Glasfaserkilometer an. Bisher messe die Gesamtleitungslänge bereits 455.000 Kilometer. Das sind rund 60.000 km mehr als die Entfernung Erde – Mond. Für 2018 sind sogar 60.000 km geplant, was einem Plus von 50 Prozent entspräche.

Hilfreiches zum Beitrag:

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