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Sep 26 2018

 von: M_Krakowka

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) hat die Marktdaten zur Lage des Kommunikationsmarktes vorgestellt. Man stellt dabei fest, dass die Entscheidung für Vectoring in den vergangen Jahren zu Fehlinvestitionen geführt habe. Es zeichne sich nun aber ab, dass der Glasfaser-Ausbau voran getrieben wird. Insbesondere seien hier die Mitglieder im BREKO Verband stark engagiert und zeichnen sich für fast 60% der aktuell bestehenden Leitungen verantwortlich.

Fehlinvestitionen durch Überbau

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur für Vectoring habe in den vergangen Jahren auf dem Markt für falsche Anreize gesorgt. Das geplante Ziel der Bundesregierung war es, bis 2018 allen Haushalten Bandbreiten von 50 Mbit/s zu liefern. In den Jahren 2015, 2016 und 2017 sind mehr als zwei drittel der Investitionen nicht für das geplante Ziel verwendet worden, sondern für den Überbau mit kupfergebundenen Lösungen. Die Verfügbarkeit von schnellem Internet mit 50 Mbit/s oder mehr sei so nur um rund 6,3 Millionen Haushalte erhöht worden. In der gleichen Zeit stieg allerdings die Anzahl der Haushalte, die nun aus mehr als einem Anbieter die veranschlagten 50 Mbit/s wählen können, um 13,5 Millionen Haushalte.

Politische Entscheidung für Glasfaser

Laut dem BREKO Verband setzt die Politik richtungsweisende und richtige Signale. Es sei zu begrüßen, dass die Bundesregierung auf den Netzinfrastrukturwechsel zu Glasfaser setze. Auch sei es nun möglich, bestehende VDSL-Vectoring Lösungen auf Glasfaser aufzurüsten und dafür entsprechende Fördermittel zu erhalten.

 

Die Nachfrage nach hohen Bandbreiten steigt dabei weiterhin an. Ging man im vergangen Jahr noch davon aus, dass man 2025 durchschnittlich 600 Mbit/s im Download pro Haushalt benötigt, so sehen die aktuellen Prognosen 1 Gbit/s vor. Hierbei verschiebt sich auch insbesondere der Upload weiter in Richtung Symmetrie. Von den letztjährig prognostizierten 350 Mbit/s hat man Abstand genommen und geht nun davon aus, dass 700 Mbit/s benötigt werden. Dabei soll der durchschnittliche Haushalt ein Datenvolumen von 825 GB pro Monat abwickeln. Um solche Datenmengen bei solchen Geschwindigkeiten zu stemmen sei es unerlässlich, weiterhin mit Fibre to the Home (FTTH) oder Fibre to the Building (FTTB) auszubauen.

Hilfreiches zum Beitrag:

» Glasfaser Karte
» Alternativen zu Glasfaser
» Glasfaser-Tarife vergleichen

Quelle: Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.

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