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Okt 08 2018

 von: M_Krakowka

Telefónica vertieft seine Kooperation mit der Deutschen Telekom. Für das kommende 5G-Netz benötigen die Mobilfunkstandorte zwingend Glasfaserbandbreiten. Um sich auf den Netzausbau konzentrieren zu können, möchte man die Infrastruktur des Bonner Anbieters nutzen. Hierdurch erspart man sich aufwändige Tiefbauarbeiten und die damit verbundenen Kosten. Über 5.000 Sendemasten sollen auf diesem Wege mit Breitband erschlossen werden.

Langjährige Kooperation wird vertieft

Angesichts des kommenden 5G-Ausbaus, stehen alle Anbieter vor einer Herkules-Aufgabe. Die nächste Mobilfunkgeneration erfordert nicht nur hohe Bandbreiten, sondern zusätzlich niedrige Latenzen. Dies ist de facto nur mit Glasfaser zu bewerkstelligen. Um die finanziellen Belastungen in einem wirtschaftlichen Rahmen zu halten, hat sich Telefónica entschlossen, ihre bestehende Kooperation mit der Telekom zu vertiefen. Bereits vor sieben Jahren hat man einen Mobile-Backhaul Vertrag abgeschlossen. Der Backhaul in einem Mobilfunknetz ist dabei die kabelgebundene Wegstrecke der Mobilfunkstationen bis zum Netzzentrum. Künftig sollen mindestens 5.000 Standorte des O2-Netzbetreibers an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen werden. Hierdurch erspart man sich die notwendigen Erdarbeiten zum verlegen eigener Glasfaser.

Telekom betreibt größtes Glasfasernetz in Europa

Bis Ende des Jahres wächst das Glasfasernetz der Telekom auf über 500.000 Kilometer. Damit handelt es sich nicht nur um das größte Netz in Deutschland, sondern in ganz Europa. Angesichts dieser Tatsache macht es durchaus Sinn, Synergieeffekte zu nutzen. Dirk Wössner, CEO der Deutschen Telekom, stellt dazu fest, dass die Vereinbarung ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland ist. Auch die Telekom sei hierbei ein Gewinner, da man Synergien nutzen kann. Die hierdurch gesparten Ressourcen könne man konsequent in den weiteren Netzausbau investieren. Die Telekom ist aktuell darum bemüht, Fibre to the Curb (FTTC) zu implementieren. Hierbei werden 2018 insgesamt 60.000 Kilometer an Glasfaserstrecken hinzu kommen. Das nächste Ziel sei dann die direkte Anbindung der Haushalte mit Fibre to the Home (FTTH). Hierbei gehen die Geschwindigkeiten dann bis auf 1 Gbit/s. Dieses bereits engmaschig verlegte Netz nutzen zu können, bedeute für Telefónica eine deutliche Erleichterung. Deutschlandchef Markus Haas freut sich über die Möglichkeit, eine signifikante Anzahl an Mobilfunkstationen fit für 5G machen zu können. Hierdurch profitieren die Kunden unmittelbar von einem leistungsfähigen Mobilfunknetz.

Hilfreiches zum Beitrag:

» Glasfaser Anbieter im Überblick
» Alternativen zu Glasfaser
» VDSL Tarife im Vergleich

Quelle: Telefónica


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