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Okt 07 2021

 von: Marcus Schwarten

Die Flutkatastrophe in diesem Sommer in Deutschland hat verheerende Konsequenzen für Tausende Menschen. Wenn man überhaupt etwas Positives darauf ziehen möchte bzw. kann, dann ist es die Chance des Einsatzes moderner Technologien beim Wiederaufbau. Wie Vodafone bekanntgegeben hat, funktioniert die Festnetz-Infrastruktur weitestgehend wieder und soll nun mit mehr Glasfaser zukunftssicherer gemacht werden.

Festnetz weitestgehend wieder hergestellt

Roxane Ülkümen, die für Vodafone den Festnetz-Ausbau in der Region Südwest leitet, gibt einen Überblick über die katastrophalen Folgen des Hochwassers. „Durch die Wucht des Wassers hatten zunächst rund 33.000 Haushalte keinen Festnetz-Internetanschluss. Übergreifend hat das Wasser rund 1.500 Verstärkerpunkte und 104 Glasfaser-Knotenpunkte im Kabel-Glasfasernetz in Mitleidenschaft gezogen oder zerstört.“ Auch die Infrastruktur für DSL hat vielerorts gelitten oder ist komplett ausgefallen. So waren 16 Hauptverteiler und 77 Kabelverzweiger von den Auswirkungen der Jahrhundertflut betroffen.

 

Wie Vodafone mitteilt, sind die eigenen Netzelemente im Festnetz nun weitestgehend wieder repariert. Allerdings kommen derzeit mancherorts noch Provisorien zum Einsatz. Dies bedeutet, dass z. B. Datenleitungen, die eigentlich unter der Erde verlegt werden, aktuell noch oberirdisch geführt werden „Gerade in der jetzigen Situation sind solche ‚Erste Hilfe‘-Maßnahmen essentiell, um den Wiederaufbau der Telekommunikationsinfrastruktur so schnell wie möglich zu realisieren“, so Roxane Ülkümen.

Wiederaufbau mit Verbesserungen

Es geht Vodafone hierbei nicht nur darum, das zerstörte Netz einfach wieder aufzubauen. In diesem Zuge soll es auch verbessert werden. Hierfür sollen unter anderem größere Strecken mit Glasfaser erschlossen werden. Dazu plant der Konzern, diverse unterversorgte Gebiete neu mit Glasfaser anzubinden. So sollen unter anderem entlang wichtiger Hauptverkehrswege wie der Bundestraße B267 neue Datenautobahnen als Grundlage für schnelles Internet im Ahrtal errichtet werden. Bereits fest eingeplant sind Glasfaser-Strecken von rund 20 Kilometern Länge, die entsprechenden Genehmigungen vorausgesetzt.

 

„Über die neue Glasfaser-Anbindung sollen Daten dann mit annähernd Lichtgeschwindigkeit ins Ahrtal reisen können“, erklärt Roxane Ülkümen. In Dernau, Mayschoß und Altenahr sowie weiteren kleineren Ortschaften entlang der Ahr will Vodafone rund 2.500 Haushalte direkt mit Glasfaser ins Haus versorgen. Dazu sollen in anderen Orten wie Sinzig, Remagen oder Löhndorf bisherige Netz-Segmente im Kabel-Glasfasernetz stark verkleinert, um neue Bandbreiten-Reserven zu schaffen.

Quelle: Vodafone

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