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Jan 25 2021

 von: Redaktion Glasfaser-Internet.info

Die Polizei in Hessen stellt seinen Polizeifunk um. In Zukunft kommt hierfür Glasfaser zum Einsatz. Die Deutsche Telekom soll dieses bereitstellen und baut die Leistung des Funknetzes aus.

Überlegene Technik

Bisher läuft der Polizeifunk in Hessen und in vielen anderen Bundesländern über Kupferleitungen oder Richtfunk. Diese verbinden insgesamt 496 Standorte der hessischen Polizei miteinander. Allerdings haben die eingesetzten Verfahren verschiedene Nachteile. Denn Kupfertechnik benötigt aktive Technik, die wiederum ständig Strom erfordert.

 

Bei Glasfaser ist dies anders. Diese Technologie benötigt keine aktive Stromversorgung. Somit ist es ausreichend, wenn die Antennen mit Notstrom betrieben werden. Durch die Umstellung des Polizeifunks auf Glasfaser rüstet sich Hessen also besser für Krisenfälle. Den Einsatzkräften steht dank der neuen Technologie auch bei Katastrophen ohne Strom für mindestens 72 Stunden Funk zur Verfügung. Damit kommt das Bundesland einer Forderung des Bundes nach und übertrifft diese sogar.

Umstellung auf IP

Zudem hat Glasfaser weitere Vorteile. Unter anderem bereitet Hessen mit der Umstellung auch einen Wechsel bei der Einsatztechnik vor. Polizei und Feuerwehr funken zukünftig über das Internet-Protokoll, besser bekannt als IP. Der Betrieb von IP-Netzen ist wirtschaftlicher möglich. Klaus Poensgen, der für den Vertrieb Länder und Kommunen der Telekom zuständig ist, dazu: „Blaulicht bedeutet Tempo. Digitale Funktechnik bringt Polizei oder Rettungsdiensten wertvolle Zeit im Einsatz. Glasfaser vernetzte Antennen schaffen dafür in Hessen die Basis.“

 

Allerdings benötigt der Umbau von Kupfer zu Glasfaser seine Zeit. Es handelt sich um ein Großprojekt, bei dem das Land ein 23.511 km langes Leitungsnetz umstellen muss. Bei 447 km ist hierfür Tiefbau erforderlich. Angesetzt sind drei Jahre. Der Anfang ist mit einem Pilotring mit 20 Anschlüssen in Hünfeld, Grebenau, Oberrode und Hüttengesäß aber bereits gelegt. 38 weitere Glasfaseranschlüsse sind in Arbeit. Ab März sollen weitere Stationen umgeschaltet werden.

 

Quelle: Deutsche Telekom

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