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Jun 03 2021

 von: Marcus Schwarten

Elon Musk und sein Starlink bekommen Konkurrenz. Auch China plant ein eigenes Satellitennetz für die Internetversorgung. Damit spielt ein weiterer Player im Rennen um das Internet aus dem All mit.

China will mitmischen

Das Wettrennen um das Internet aus dem All ist längst entbrannt. SpaceX von Elon Musk mit seinem Projekt Starlink, das Londoner Unternehmen Oneweb und Amazon sind bereits drei Player, die das All mit tausenden Satelliten zupflastern wollen, um so Kunden auch in entlegenen Regionen mit schnellem Internet auf der Erde zu versorgen. Nun will ebenso China als großer Mitspieler mitmachen und ein eigenes Meganetz von Satelliten aufbauen. Hierfür wurde im April unter staatlicher Führung die China Satellite Network Group gegründet, bei der alle Aktivitäten in diesem Bereich gebündelt werden.

 

Nach den bisher bekannten Plänen, will China mehr als 20.000 Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde kreisen lassen. Zusammen mit den Satelliten der Wettbwerber SpaceX, Oneweb und Amazon wird es so langsam regelgerecht eng im Erdumfeld. „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ ist das Motto der Unternehmen.

Folgen für die Raumfahrt

Die immer mehr Satelliten im All haben auch Auswirkungen auf die Raumfahrt. Denn sie bilden zusammen mit dem ohnehin schon vorhandenen Weltraummüll große Gefahren. „Ich denke, eine größere Kollision ist an einem Punkt unausweichlich“, sagt der Raumfahrtexperte Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts der Deutschen Presse-Agentur. Sein Vorschlag lautet, ein Aufsichtsorgan zur Kontrolle des internationalen Verkehrs im Weltraum zu schaffen, um diese Risiken zu mindern. Zudem müsse aus seiner Sicht auch die Anzahl der Satelliten in bestimmten Höhen begrenzt werden, um so einer Überbelegung vorzubeugen.

 

Ein weiteres Problem dürfte auch die Lichtverschmutzung sein. Sie entsteht durch Reflexion des Sonnenlichts auf den Solarpanelen der Satelliten. Dies sorgt für helle Flecken am Sternenhimmel. Vor allem die Satelliten des mit Airbus kooperierenden Oneweb mit ihrer höheren Umlaufbahn bei rund 1.200 Kilometern dürften den natürlichen Nachthimmel verändern. „Die niedrigeren Umlaufbahnen in 500 Kilometern Höhe, die von Starlink benutzt werden, sind nicht so schlimm, könnten uns aber auch einige Probleme bereiten“, so der Astrophysiker.

Quelle: dpa

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