GigaBit-Tarife im Überblick

Wo gibt’s schon Internetflats mit 1000 MBit/s?


Gigabit Flatrates (1000 MBit)

Während die guten alten DSL-Anschlüsse schon bei mageren 16 MBit/s am technischen Limit sind, ermöglichen Glasfaseranschlüsse aktuell bis zu 1000 MBit (Gigabit). Daten rasen dann also mehr als 60 Mal so schnell über die Breitbandleitung, mit entsprechenden Vorteilen. Doch wo sind solche hyperschnellen Tarife schon verfügbar und was kostet das?

Wie schnell ist 1000 MBit eigentlich?

Zunächst einmal wollen wir kurz verdeutlichen, mit welcher Dimension wir es hier zu tun haben. Schließlich ist es für Verbraucher zunächst ebenso schwer den Unterschied zwischen 100 und 250 PS oder 100 und 1000 MBit zu verbildlichen, wenn man es nicht selbst mal „erlebt“ hat. In der folgenden Grafik finden Sie die Downloadzeiten einer 10 Gigabyte großen Datei für mehrere heute gängige Internetanschlüsse samt dem Gigabitzugang. Im folgenden Graph haben wir versucht, die Unterschiede darzustellen, wobei ab 500 MBit die Zeiten kaum noch zu erkennen sind. Bei 500 MB werden nämlich nur 2,7 Minuten und bei 1000 MBit 1,3 Minuten benötigt ...



Die Unterschiede sind, wie man sehen kann, enorm. Nun werden viele entgegnen, dass man nicht ständig so große Files runterlädt. Das ist richtig. Besonders beim Senden sind konventionelle Anschlüsse aber noch weit langsamer. Der Upload von 2000 MB in die Cloud wird bei DSL16000 zu einem echten Geduldsspiel, während es Glasfaserkunden für die gleiche Aufgabe kaum schaffen würden, einen Kaffee zu holen. Mit dem 1000 MBit Zugang der Telekom, ist diese Aufgabe nämlich in 30 Sekunden erledigt.



Anbieter für 1000 MBit Internet

Aktuell gibt es zwei größere Anbieter, welche überregional Gigabit-Flatrates anbieten. Das sind einmal die Deutsche Telekom (seit Q3/2017) und die Deutsche Glasfaser. Zudem gibt es hier und da noch einige wenige regionale Provider, wie M-net und EWE. 1und1 bietet seine 1000 MBit Tarife aktuell nur für Businesskunden. Aufgrund der größeren Reichweite, konzentrieren wir uns zunächst auf die beiden erstgenannten Anbieter.

Telekom: Der Konzern führte im September 2017 überraschend einen Gigabit-Tarif ein. MagentaZuhause GIGA bietet neben der 1000 MBit (500 MBit Upload) schnellen Flat, noch eine Festnetzflat samt TV-Anschluss (Entertain). Der Preis liegt bei 124.95 € im Monat.

Deutsche Glasfaser: Das Unternehmen ist vor allem außerhalb der Großstädte aktiv mit dem Glasfaserausbau beschäftig und bietet in den versorgten Gebieten mit „DGgiga“ ebenfalls eine Giga-Flatrate. Im Unterschied zur Telekom, beträgt sogar die Uploadrate 1000 MBit. Auch hier ist eine Festnetzflat natürlich Bestandteil, nur TV muss extra gebucht werden. Der Preis liegt mit rund 160 € aber deutlich über dem Angebot der Telekom.

Ausbau mit FFTH

Verfügbarkeit: Wo gibt’s die Gigabit-Tarife?

Sicher gibt es viele Interessenten für die genannten Tarife. Doch neben dem Preis, stellt vor allem die bisher sehr begrenzte Verfügbarkeit das Hauptproblem dar. Die Telekom versorgt aktuell nur rund 0.7 Mio. Haushalte mit FTTH. Bei der Deutschen Glasfaser ist uns keine Zahl bekannt. Am besten, Sie testen direkt beim Anbieter, ob und welche Tarife vor Ort verfügbar sind. Hier für die Telekom: www.telekom.de/verfuegbarkeit und auf dieser Seite für die Dt. Glasfaser. In Bayern könnte für Sie zudem noch M-net ein passender Anbieter sein.

Passende Router für den Gigabit-Tarif

Die gebotene Leistung stellt natürlich die gesamt heimische Internetperipherie vor größte Herausforderungen. Wer nichts der teuer eingekauften Leistung verlieren möchte, benötigt für alle beteiligten Endgeräte exzellente Eckdaten. Für WLAN kommt dann ausschließlich WLAN-AC in Frage (802.11ac). Beachten Sie zudem, dass nicht nur der Router, sondern auch Tablets, Smartphones, Laptops, Repeater etc. den Standard unterstützen müssen. Ansonsten kommen bestenfalls (802.11n) nett um die 150 MBit an. Die ideale Anbindung für PCs, TV-Geräte und IP-Receiver wäre aber bei einem Gigabitzugang ein LAN-Kabel. Wer plant, die Daten über das Stromnetz zu verteilen (DLAN), sollte nur auf die schnellsten Kits setzen. Und der Router? Hier empfehlen wir die aktuell leistungsstärksten Modelle von AVM, also die FritzBox 7580 oder FritzBox 7590 (Top-Tipp). Diese werden dann hinter das vom Provider bereitgestellte Glasfasermodem geschaltet.

günstigere Alternativen mit hoher Verfügbarkeit

Interessenten müssen nicht unbedingt Jahre warten, bis irgendwann mal FTTH im eigenen Ort ausgebaut wird. Schon heute gibt es viele Alternativen, welche weit besser verfügbar sind und immerhin 100-500 MBit bieten. Einmal Breitband per Kabel und besonders das sogenannte Hybrid-Internet, wo (V)DSL mit LTE kombiniert wird.



Teilen auf Google+


Hier nachschlagen!

Begriff unklar? Der Glossar von glasfaser-internet.info erklärt die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe leicht verständlich. zum Glossar


Wird Glasfaser auch in meiner Stadt ausgebaut? Wie geht es weiter mit dem bundesweiten Netzausbau? Die Antworten darauf finden Sie hier.