:: Internet per Kabel als Fiber-Alternative

Auf Glasfaser-Niveau zum kleinen Preis surfen ...


Besser und schneller surfen per Kabel-Internet
Neben reinen Glasfaser-Netzen auf FTTH- und FTTB-Basis, schreiben wir dem Kabel-Internet die zweitgrößte Zukunftsperspektive bei den kabelbasierten Breitbandtechniken zu. VDSL ist eher eine Brückentechnik von DSL zu "echtem" Glasfaser-Internet. Die Kabelprovider sind schon seit einigen Jahren fleißig dabei, die eigenen Netze startklar für das Internet der Zukunft zu machen.

Beim Ausbau der neuen Infrastrukturen kommen daher ebenfalls Glasfaserkabel zum Einsatz, gepaart mit Koaxialkabeln (Coax-Glasfaser-Hybridnetz). Dabei rückt der Fiber-Anteil tendenziell immer näher zum Kunden. In Kombination mit modernen Datenübertragungsstandards, wie DOCSIS 3.1, können mittelfristig ebenfalls Downloadraten im Gigabitbereich (über 1000 MBit) realisiert werden. Tests dazu waren bereits erfolgreich. Auch wenn derartige Werte noch Zukunftsmusik sind – mit einer Kabel-Flatrate kommen Sie heute zumindest an Glasfaser-Niveau heran. Die schnellsten Tarife schaffen schon 500 MBit/s. Wir zeigen, wer die Turbo-Flats bietet, was sie kosten und worauf Interessenten achten müssen.




Vorteile und Datenübertragungsraten bei Kabel-Internet

Ein Vorteil der Kabelnetze gegenüber DSL war seit jeher folgender: Bestellt ein Kunde DSL oder VDSL, kann der Provider technisch bedingt nur grob die Datenrate schätzen, die letztendlich auch netto ankommt. Bei Buchung eines 16 MBit DSL-Tarifes heißt das noch lange nicht, dass diese Transferrate auch vor Ort möglich ist. Der Grund ist darin zu suchen, dass die Übertragungsrate bei (V)DSL von vielen Faktoren abhängt. Wie etwa der physischen Leitungsqualität, die Zahl der angeschalteten Anschlüsse auf einer Leitung und die Entfernung zum Vermittlungskasten. Dieser Umstand war Anlass für zahlreiche Klagen und für Millionen verstimmter (V)DSL-Kunden, die höhere Grundgebühren ohne Leistungszuwachs bezahlten.

Die Kabelprovider hingegen können relativ punktgenau die Datenrate liefern, welche der Kunde gebucht hat. Böse Überraschungen mit starken Abweichungen, sind eher selten und treten vor allem auf, wenn zu viele Anwohner gleichzeitig die lokale Leitung beanspruchen. Unsere Redaktion selbst hat z.B. einen 200 MBit Tarif von Vodafone im Einsatz und erzielt bei Speedtest fast immer Raten zwischen 190-200 MBit, wie das folgende Foto zeigt

200 MBit Speedtest mit VF Kabel.

Ein weiterer Vorteil, den Kabel bietet: Telefon, TV und Surfen können von einem Anbieter gestellt werden. Dies war lange Zeit einzigartig und eine Domäne der Kabelunternehmen, bis sich 2006 IPTV langsam in Deutschland etablierte. Seither hat z.B. die Deutsche Telekom derartige Kombi-Tarife (Entertain) im Angebot. Man spricht auch von Tripleplay. Der wohl größte Pluspunkt ist aber wahrscheinlich die enorme Leistungsfähigkeit der Netze. Da seit Jahren keine Kosten beim Netzausbau gescheut und Milliarden investiert wurden, können heute Millionen Haushalte teils schon mit über 500 MBit schnell im Internet via Kabel surfen.




Wie schon angedeutet, ist die Grenze damit aber bei weitem noch nicht erreicht. Rein technisch bietet das Netz von Vodafone (ehemals Kabel Deutschland), nach eigenen Angaben, in naher Zukunft Potenzial für mehr als 1000 MBit schnelle Internetflatrates. Übrigens - auch die Verfügbarkeit gilt als sehr gut, teils sogar im ländlichen Raum. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Anbieter für Kabel Internet

Im Folgenden haben wir noch einmal die wichtigsten Eckdaten der großen drei Kabelanbieter zusammengefasst. Plus Link zum Webauftritt der jeweiligen Unternehmen. Interessanten sollten die aktuellen Aktionen beachten. Fast immer werden attraktive Spar-Vorteile bei Onlinebestellung geboten!

  Vodafone Kabel Deutschland Unitymedia
Ansässig in  13 Bundesländern Hessen, NRW, Baden-Württemberg
Flatratetarife mit bis zu 500 MBit 400 MBit
Verfügbarkeit 100 MBit  fast flächendeckend fast flächendeckend
Verfügbarkeit 200 MBit ca. 90 Prozent unbekannt
Verfügbarkeit 400 MBit ca. 7 Mio. Haushalte ca. 10 Mio. HH
Verfügbarkeit 500 MBit 100 Städte -
angeschl. Haushalte ~ 8,3 Mio 7,1 Mio. 
Tripleplay ja ja
Preis-Leistung sehr gut gut
Details zu den Angeboten » mehr erfahren » mehr erfahren
zum Anbieter » zu Vodafone » zu Unitymedia
Stand: Okt. 2017


Besonders in den neuen Bundesländern, ist vielerorts noch die TeleColumbus-Gruppe mit dem Drittgrößten Kabelnetz Deutschlands unter der Marke PŸUR vertreten. Neben den genannten Großunternehmen, existieren natürlich noch eine Vielzahl kleinerer, meist lokaler Versorgen. Der Umfang würde allerdings den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Kabel-Internet Ausbau geht voran | Bild: Unitymedia


Versorgung, Ausbau & Verfügbarkeitscheck

Den großen „Kuchen“ des Kabelmarktes teilen sich in Deutschland im Wesentlichen zwei Anbieter auf. Zum einen Vodafone, das vor einigen Jahren den ehemaligen Branchenprimus "Kabel Deutschland" übernommen hat und Unitymedia. Vodafone stieg damit zum heute größten Kabel-Netzanbieter in Deutschland auf und versorgt aktuell rund 80 Prozent der Haushalte im Ausbaugebiet in immerhin 13 Bundesländern. Zurzeit werden Tarife mit bis zu 400 MBit angeboten. Bald schon soll der gesamte Einzugsbereich diese Datenraten nutzen können.

In den Bundesländern Baden-Württemberg, NRW und Hessen, ist Unitymedia der größte Kabelprovider. Als ernstzunehmender Player hat sich bis dato auch PŸUR gemausert. Das Unternehmen unterhält sein Kabelnetz mittlerweile in mehreren Teilen des Landes.

Die Verfügbarkeit bei Unitymedia kann hier auf www.unitymedia/verfuegbarkeit geprüft werden. Verbraucher im Einzug der oben gelb eingezeichneten Bundesländer nutzen bitte diesen Link: www.vodafone.de/verfuegbarkeit

Digital TV & Tripleplay

Einer, der schon genannten Vorteile von Kabelanschlüssen, ist die Vielseitigkeit der Netze. Diese können gleich für drei Dienste genutzt werden. Einerseits für schnelles Internet, für Telefonie und natürlich auch zur Übertragung von digitalem Kabelfernsehen. Letzteres stellt selbstredend die Kerndisziplin dieser Unternehmen dar.

Fernsehen per Kabel-Zugang

Vodafone GigaTV | Bild: Vodafone


Entsprechend hoch ist das Angebot an Sendern, selbstverständlich auch in HD. Seit einigen Jahren werden auch Pay-TV (z.B. Sky) und der Zugriff auf eigenen Onlinevideotheken geboten. In puncto HD-Senderzahl und Auswahl in den Onlinevideotheken, können die Kabelprovider allerdings nicht immer mit den IPTV-Anbietern mithalten. Die Preise für die Dreifach-Kombis liegen im Schnitt bei 40-80 Euro, je nach Ausstattung und Zusatzfeatures. Gleiches gilt in etwa für IPTV.

Weiterführendes

» mehr zu Highspeed-Flatrates per Glasfaser
» alles über Highspeed-Internet per VDSL
» Turbo-Alternative via LTE

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Kabel Internet per Vodafone

Kabel Internet per Unitymedia