:: IPTV und Glasfaser

Das TV der Zukunft über das Breitbandnetz der Zukunft


Fernsehen über das Internet – vor einigen Jahren noch als belächelte Randerscheinung abgetan, entwickelt sich die IPTV-Technik langsam zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Kabel- und SAT-TV. Nach der Umstellung auf DVB-T2 im Jahr 2017, gibt es private Sender im Antennenfernsehen ebenfalls nur noch gegen Aufpreis, was Alternativen attraktiver macht. Der konsequente Ausbau der Highspeed-Breitbandnetze schafft die nötige Basis in immer mehr deutschen Haushalten. Mit Einschränkungen kann auch ein herkömmlicher DSL-Anschluss herangezogen werden, als ideal gilt aber VDSL oder eben das neue, hochleistungsfähiges Glasfaser-Internet (FTTH bzw. FTTB). Denn je höher die Downloadrate, desto flexibler die Nutzung und desto besser die mögliche Bildqualität für den Nutzer.


Was ist IPTV genau?

Im Gegensatz beispielsweise zu HbbTV, ist IPTV kein genormter Standard, sondern eher als ein Konzept zu verstehen. Dabei werden die TV-Kanäle beim IPTV-Anbieter digitalisiert und über die Datenautobahn transportiert. Physisch stellt diese Leitung selbstredend das Internet dar. Allerdings kommen geschlossene Netze zum Einsatz, man spricht auch von „Secure IPTV“. Das kann man sich am einfachsten wie beim Kabel-TV verbildlichen. Die Digitalkanäle der Sender werden von den Kabelprovidern ins Netz eingespeist, sind aber nur über spezielle Set-Top-Boxen mit Abo zu empfangen. Auch wer sich für IPTV entscheidet, erhält eine solche Box und schließt einen Vertrag ab. Die Deutsche Telekom z.B. bietet mit „Entertain“ ein Kombi-Tarif für TV, Telefon und Internet. Doch dazu später mehr. Neben herkömmlichen IPTV zum Bezug der regulären TV-Sender, etabliert sich immer mehr noch das sogenannte Streaming. Dienstleister wie Netflix oder Amazon bringen gestochen scharfe, aktuelle Filme oder Serien über den Breitbandanschluss in jeden Breitbandhaushalt.

Anbieter und Kosten

Aktuell teilten sich drei Anbieter den deutschen Markt – Vodafone, 1und1 und die Telekom. 1und1 bietet seit Anfang 2015 IPTV in Kooperation mit der Telekom. Der TV-Tarif, welcher optional zu den 1&1 VDSL-Tarifen gebucht werden kann, gleicht Entertain zu fast 100 Prozent. Leider bietet 1und1 aber noch keine Glasfaseranschlüsse für Privatkunden, sondern nur im Businesssegment.


In der folgenden Tabelle finden Sie eine komprimierte Zusammenfassung samt Preisen und Bestellmöglichkeit. Vor 5 Jahren startete übrigens die Vermarktung der Glasfaser-Tarife. Seither bietet die Telekom auch eine „Fiber“-Variante von Entertain. IPTV via Glasfaser gibt es in immer mehr Regionen! Voraussetzung ist natürlich die Verfügbarkeit von FTTH vor Ort.

Funktionen / Leistungen Deutsche Telekom Vodafone 1und1
Tarif-Bezeichnung  Entertain TV Vodafone TV DigitalTV
Aufpreis zum Internet-Paket (relativ) ab 10 € ab 9 € ab 10 €
Preis für Surfflat, Festnetzflat, IPTV 44.90 € - 59.90 € 38.98 € - 44.98 € 38.99 € - 44.98 €
Verfügbarkeit sehr gut gut sehr gut
Vertragslaufzeit 24 Monate 24 Monate 24 Monate
Features    
zeitversetztes Fernehen ja ja ja
Programm-Manager ja nein ja
Restart ja nein nein
EPG (elektronische TV-Zeitung) ja ja ja
Digitaler Videorekorder ja ja ja
Fussball Bundesliga via Sky ja, optional ja, optional ja, optional
Sky zubuchbar ja ja ja
Sendervielfalt im Überblick    
Sender inklusive (Free TV) > 100 > 80 > 100
mögliche PayTV-Sender  > 60 > 65 > 60
Anzahl freier HD-Sender (inkl.) ~ 22 bis 28 ~ 22
ausgesuchte Inhalte in 3D ja nein nein
digitale Radiosender ~ 2500 > 60 ~ 2500
Videos per Abruf aus der Onlinevideothek  
Anzahl der Titel (Filme, Serien etc.) ~ 35.000 ~ 8000 ~ 35.000
Preisspanne zum Ausleihen / Titel 0.49 € - 5.99 € 0,99 € - 4,99 € 0.49 € - 5.99 €
Video on Demand in HD ja ja ja
Video on Demand Titel in 3D ja nein nein
technisches    
IPTV über Glasfaser ja, seit Okt. 2012 nein nein
Mindestdatenrate für HDTV ~ 16 MBit ~ 12 MBit ~ 25 MBit (VDSL)
Alternatives Angebot o. Breitband Entertain via SAT Vodafone TV via Kabel nein
Receiver Aufnahmekapazität 500 Gigabyte 500 Gigabyte 500 Gigabyte
Unsere Wertung      
Vorteile bei Onlinebestellung bis zu 530 €  bis 290 €  bis 180 €
zum Anbieter » zu Entertain  » zu Vodafone » zu 1und1DSL


Wie Sie sehen, sind die Tripleplay-Tarife schon für knapp 40 € monatlich erhältlich. Darin enthalten sind alle Grundgebühren für den Telefonanschluss, die Internetnutzung und Fernsehen. Summiert man exemplarisch die Grundgebühr für Kabel-TV mit einem vergleichbaren Internetzugang samt Festnetzflat, zeigt sich, dass IPTV durchaus preiswert sein kann.


Bildqualität

Neben der Anzahl der empfangbaren Sender, wird der Faktor Bildqualität sicher die meisten Leser am brennendsten interessieren. Subjektiv gibt es leider immer positive oder negative Einschätzungen. Glücklicher Weise hat die Stiftung Warentest sich 2010 dem Thema angenommen und einmal IPTV mit Kabel und Satellit vergleichen. Das erstaunliche Ergebnis war ein Testsieg für Entertain in HDTV (mindestens VDSL). Verglichen wurden vier große Kabelprovider, 2 DVB-T-Anbieter und SAT TV per Astra 19.2 Ost. Neben der Telekom testete man auch die Qualität von Alice TV (eingestellt).

Vodafone hatte zu dem Zeitpunkt sein IPTV-Angebot noch nicht gestartet und ist daher nicht im Vergleich enthalten. Die Endwertung ergab beim HD-Empfang die Bestnote 1.0 (Schulnotensystem). Mit den leistungsfähigen Glasfaser-Tarifen (Entertain-Fiber), könnte die Bildqualität theoretisch nochmals steigen.

IPTV via Glasfaser – die Vorteile und Perspektiven

Die Telekom bietet seit 2012 Entertain endlich auch per Glasfaser. Das Turbonetz eignet sich geradezu perfekt für IPTV. Noch mehr Angebote, noch bessere Bild- und Tonqualität sind prinzipiell möglich. Dank der hohen Datenrate, können problemlos mehr als zwei TV-Geräte mit HD-Sendern versorgt werden. Genug Reserven für andere Internetapplikationen sind ebenfalls gesichert. Probleme, vor denen Besitzer langsamerer Verbindungen immer öfter stehen. Selbst mit VDSL25 reicht die Leistung nämlich nur für maximal 2 HD-Streams gleichzeitig. Mehr zu den MagentaZuhause Entertain Tarifen mit Fiber in der Ausführung zu 100 oder 200 MBit/s, finden Sie hier: » Details zu den Angeboten » direkt zur Bestellung bei der Telekom

Verfügbarkeit - Status Quo

Prinzipiell ist IPTV überall dort möglich, wo ausreichend schnelle Breitbandzugänge verfügbar sind. Idealer Weise auf Grundlage von VDSL oder Glasfaser. Allerdings muss der jeweilige Provider an Ihrem Wohnort auch das Netz „IPTV-fähig“ ausgerüstet haben. Eine Kombination im Sinne – Anbieter A für DSL und Anbieter B für IPTV – ist nicht möglich. Die Deutsche Telekom erreicht nach eigenen Angaben um die 25 Millionen Haushalte. Vodafone spricht von ca. 2/3 der eigenen Kundenbasis. Testen Sie hier die Verfügbarkeit bei der Telekom und hier bei Vodafone.

Nutzerzahlen

Mitte 2017 lag die Zahl der Abonnenten hierzulande bei rund 3.5 Millionen. Das entspricht ungefähr 9 Prozent aller deutschen Haushalte. Der Wert ergibt sich aus ca. 3.2 Millionen IPTV-Kunden der Telekom sowie 1&1. Der Rest entfällt auf Vodafone-TV-Abonnenten.

IPTV von Vodafone

IPTV von Vodafone: Einfache Steuerung im Programmführer, zeitversetztes Fernsehen, Onlinevideothek etc.


Zahlreiche Studien gehen von einem weltweit anhaltenden Wachstum aus. Die Marktforscher „goetzpartners“ prognostizierten 2010 z.B. ein Niveau von 2,5 Mio. Kunden in Deutschland. Das Niveau wurde zwar erst Mitte 2014 erreicht - der Trend zeigt aber klar weiter nach oben. Besonders aber im asiatischen Raum ist IPTV eine wahre Boom-Branche. Vergleicht man die Entwicklungen weltweit, sind deutsche Kunden aber noch eher zurückhaltend in Sachen IPTV. Dabei bietet ein IPTV-Anschluss viele Vorteile und Unterhaltungs-Möglichkeiten für die ganze Familie.

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Mittlerweile gibt es IPTV auch via Glasfaser von der Telekom. Doch auch ohne (per DSL oder VDSL), ist IPTV eine gute Wahl für qualitätsverliebte Kunden.


Aktuell bieten in Deutschland Vodafone, 1und1 und die Telekom Fernsehen über den Internetanschluss (IPTV) an. Genießen Sie bis zu 80 HD-Sender in bester Qualität und mehr Unterhaltung als mit "Normalo TV".


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Wird Glasfaser auch in meiner Stadt ausgebaut? Wie geht es weiter mit dem bundesweiten Netzausbau? Die Antworten darauf finden Sie hier.