:: Glasfaser Verfügbarkeit testen

Nützliche Infos zu den Ausbau-Städten, Testmöglichkeiten und Alternativen


Dort wo das Glasfaser-Netz (FTTH) für Privatkunden schon vollständig erschlossen wurde, haben Verbraucher Zugang zu den schnellsten Internet-Tarifen überhaupt. Und das trifft mittlerweile auf gut 2.1 Millionen Haushalte zu! FTTH bietet Datenübertragungsraten der Superlative. Bis 200 Megabit pro Sekunde werden aktuell z.B. von der Telekom offeriert, andere Provider bieten sogar 300 MBit/s. In wenigen Jahren könnten die Zugänge aber durchaus noch einmal 4-5 so schnell werden, denn die Glasfasertechnik kann theoretisch weit, weit mehr Datenmengen stemmen. Derartige Geschwindigkeiten eröffnen viele Vorteile und neue Anwendungen. Doch noch ist Glasfaser-Internet in Reinform (FTTH) nur sporadisch verfügbar. Für den Löwenanteil beim Ausbau der Verfügbarkeit, zeichnet sich bis jetzt die Deutsche Telekom verantwortlich. In etlichen Städten stehen die Netze schon bereit. Aber auch regionale Versorger erschließen immer mehr Gebiete mit der Breitbandtechnik von morgen.


Verfügbarkeit nach Stadt und Anbieter

Die folgende Karte zeigt, wo Glasfaser-Internet schon verfügbar ist bzw. ausgebaut wird. Ebenso sind Städte eingezeichnet bei denen der Entschluss über den Ausbau noch nicht endgültig geklärt ist. Neben der Telekom, sind noch einige regionale Anbieter mit verzeichnet. Sämtliche Lokalprovider können aufgrund der Vielzahl allerdings nicht berücksichtigt werden. Mehr zu lokalen Providern hier.

Apell: Die Karte lebt auch von Ihrer Mithilfe, wenn z.B. in Ihrem Ort Glasfaser von einem lokalen Versorger verfügbar ist oder einen Fehler entdeckt haben, schreiben Sie uns!



Die Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ziel ist einen Überblick zur Verfügbarkeit von FTTH bzw. FTTB in Deutschland zu vermitteln. Testen Sie in jedem Fall direkt bei Ihrem regional verfügbaren Anbieter erneut, um eine valides Ergebnis über mögliche Breitband-Tarife zu erhalten. Vielerorts sind nämlich ähnliche schnelle Alternativen zu Glasfaser bereits erhältlich.


Sollte der Status bei Ihnen noch negativ sein, empfehlen wir unseren Ratgeber zu Alternativen. Es gibt heute etliche andere Möglichkeiten, um in den Genuss hoher Datenübertragungsraten von 50, 100 oder sogar über 200 MBit zu gelangen.  Tipp: Testen Sie zudem auf jeden Fall Ihre individuelle Breitband-Verfügbarkeit noch einmal direkt beim Anbieter. Zum Beispiel hier bei der Deutschen Telekom, bei Vodafone, O2, 1und1, der Deutschen Glasfaser, sowie Unitymedia (NRW, BW, Hessen).


Tariftipp: MagentaZuhause L mit 100 MBit

Über die "MagentaZuhause"-Tarife, wahlweise mit EntertainTV, bietet die Telekom hier unter www.telekom.de die schnellen FTTH-Angebote als Option. Ein Verfügbarkeitscheck kann dort für VDSL oder Glasfaser ebenfalls durchgeführt werden.

Aktueller Stand zum Ausbau und Zukunft

Wie schon angedeutet, arbeitet insbesondere die Deutsche Telekom am Netz der neuesten Generation. Nach intensiven Erfolgen im Zeitraum 2011-2015, ruht seither weitestgehend der Ausbau per FTTH. Angeblich war die Nachfrage in erschlossenen Gebieten zu gering. Aktuell gibt es Glasfaserinternet im Netz der Bonner in rund 35 Städten. Der Konzern erreicht selbst in etwa 0.7 Millionen Haushalte. Bundesweit, also über alle Provider gesehen, beträgt die Reichweite zurzeit ca. 6.6 Prozent, was in absoluten Zahlen 2.1 Mio. Haushalte bedeutet. Davon haben allerdings kaum 24 Prozent das Angebot einer Glasfaser-Flatrate bisher wahrgenommen.

Sollte sich das Tempo in den kommenden Jahren nicht wieder sukzessive gesteigert werden, ist selbst bis 2025 keine annähernd akzeptable Verfügbarkeit zu erwarten. Bereits im Jahr 2017 zeigte eine Studie der Bertelsmannstiftung, dass Deutschland im OECD-Vergleich den vorvorletzten Platz belegt! Dieser Negativtrend würde dann weiter verstärkt und Deutschland verliert endgültig den internationalen Anschluss in Punkto Glasfaser-Internetausbau.

Ergo: Entweder, es wird mehr investiert oder über den Weg von Kooperationen kann eine Temposteigerung beim Ausbau erreicht werden. Letzteres zeichnete sich vor einigen Jahren ab, als die Telekom z.B. eine Partnerschaft mit der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington bekannt gab. Zudem gibt es immer wieder Ansätze zur Zusammenarbeit mit lokalen Energieversorgern und kleineren Breitbandgesellschaften. Wir erwarten in Zukunft weitere derartige Joint-Ventures. Doch egal wie, die Erweiterung der Glasfasernetze ist extrem kostspielig. Eine Studie bezifferte einst die Kosten für eine bundesweite, flächendeckende Verfügbarkeit auf 80 Milliarden Euro. Das Unterfangen „Giga-Netz“, kann also auch auf Sicht von einem 10 Jahres-Zeithorizont nur mit vereinten Kräften, Steuer-Fördergeldern und regionalen Bestrebungen kleinerer Breitbandgesellschaften glücken.


Installation eines Micro-DSLAM im Keller | FTTB | Bild: netcologne

Wie erfolgt der Glasfaser-Netzausbau?

Für FTTH bzw. FTTB, müssen die Glasfaserleitungen nicht nur vom Hauptverteiler direkt zum Kabelverzweiger geführt werden, wie es bei VDSL der Fall ist. Der gesamte Weg bis zum Haus muss durchgängig fiberoptisch verlaufen. Für die Anbindung vom Bordstein zum Haus selbst bzw. zu den Wohnungen, bedarf es außerdem der Einwilligung der Eigentümer, was wiederum eine Erschwernis bedeutet. Im Idealfall können bestehende Leerrohre für die Kabelverlegung genutzt werden. Tiefbauarbeiten dagegen sind extrem teuer. Zur Veranschaulichung – für 1 Kilometer werden branchenüblich ca. 30-50 Tsd. Euro nur für die Verlegung kalkuliert.

Innerhalb des Hauses (meist im Keller) müssen die Glasfaserkabel noch mit dem bestehenden Hausnetz verbunden werden. Man sagt auch, Terminierung. Dazu wird ein Signalwandler (auch Micro-DSLAM) installiert, der die optischen Signale wieder in elektrische rückumwandelt. Zumindest bei FTTB. Bei FTTH erfolgt dieser Schritt direkt im Fiber-Router des Kunden bzw. über ein speziell vorgeschaltetes Glasfasermodem.