:: Wechseln zu Glasfaser?

So klapp der Umstieg zum schnellsten Internet aller Zeiten ...


Wer dem guten alten DSL endlich den Laufpass geben und auf Glasfaser-Internet umsteigen möchte, kann prinzipiell relativ einfach einen Anbieterwechsel durchführen. Allerdings sollte auf einige Details geachtet werden. Welche das sind, erfahren sie hier.

Ist FTTH überhaupt bei mir möglich?

Bevor wir uns den Wechsel-Formalitäten widmen, sei zunächst sicherheitshalber noch einmal darauf verwiesen, dass Glasfaser-Internet vorerst nur in wenigen Städten verfügbar ist. Testen Sie also im ersten Schritt auf jeden Fall die individuelle Verfügbarkeit für Ihren Wohnort. Unsere Verfügbarkeitskarte unterstützt Sie dabei und zeigt die Ausbauregionen. Andernfalls empfehlen wir unseren ausführlichen Spezial-Ratgeber zu möglichen Glasfaser-Alternativen.

Anbieterwechsel, was muss ich beachten?

Wer bisher beispielsweise ein DSL-Vertrag nutzt, muss wie üblich die Kündigungsfristen beachten. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, wie sie den spät-möglichsten bzw. frühestmöglichen Termin ermitteln. In der Regel beträgt die Mindestvertragslaufzeit für Neukunden 24 Monate. Nach diesem Zeitraum verlängert sich der Vertrag normaler Weise um weitere 12 Monate, sofern nicht fristgerecht gekündigt wurde. Ausnahmen bilden Verträge einiger Anbieter, wie O2 und 1&1, die auch DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit anbieten. Bei O2 besteht dann z.B. eine 4-Wochenfrist. Bei 1&1 sind es 3 Monate. Wer außerordentlich kündigen möchte, um so schnell wie möglich zu Glasfaser zu wechseln, sollte seinen bisherigen Provider kontaktieren und nach einer Ausnahmeregelung fragen. Unter Umständen kann im Kulanzfall eine Abschlagszahlung gewährt werden, die Anbieter sind dazu aber keinesfalls verpflichtet. Einige Urteile der letzten Monate könnten übrigens den Wechsel beschleunigen oder gar verzögern, wie sie im Folgenden erfahren können.



Umzug = Sonderkündigungsrecht?!

Wer einen Umzug plant und feststellt, das am neuen Wohnort der bisherige DSL-Anbieter (oder Kabel) gar nicht verfügbar ist, hat beste Karten für ein Sonderkündigungsrecht. So zumindest sah lange Zeit die Praxis und Meinungslage in Deutschland aus. Doch weit gefehlt. Zu dieser Sachlage urteilte der BGH am 11.11.2011 (Aktenzeichen: III ZR 57/10) leider nicht im Sinne der Verbraucher. Das Gericht stellte fest, dass der Vertragspartner, also z.B. der DSL-Anbieter, auf die persönlichen Lebensänderungen der Kunden keinen Einfluss hat. Dazu gehöre auch ein Wohnortwechsel. Unterm Strich trägt also der Kunde bei Abschluss eines Laufzeitvertrages das Risiko selbst. Wenn nach einem Umzug der Provider vor Ort die Dienstleistung nicht erbringen kann, muss dennoch weiter gezahlt werden. Die Unternehmen haben selbstverständlich weiter Spielraum für Kulanzentscheidungen, müssen aber gemäß des Urteils nicht einer Sonderkündigung zustimmen.

DSL-Anschluss zu langsam = Kündigungsgrund?!

Jain. Auch hier gibt es seit Ende 2011 ein wegweisendes Urteil (Aktenzeichen: 340 C 3088/08), was den Breitbandmarkt gehörig durchrütteln könnte. Bisher war es so, dass die Breitbandanbieter sich auf die „bis zu“-Regelung berufen konnten. Wer also einen DSL-16000-Anschluss buchte, konnte eben bis zu 16 MBit erwarten, wenn technisch bedingt tatsächlich nur 6 MBit herauskamen, war dies leider Pech für den Kunden. Diverse Klauseln in den AGBs sollten die Provider schützen, wie etwa, dass nur die am Wohnort erreichbare Bandbreite gelte. Das diese im Vorfeld nur schwer ermittelbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Das Amtsgericht Fürth entschied im Dezember 2011 nun, dass der Kunde erhebliche Abweichungen nicht hinnehmen muss. Sollte eine Nachbesserung nicht fruchten, könnten sich Kunden prinzipiell auf das Urteil berufen und ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Allerding muss der Kunde dann glaubhaft nachweisen, dass die Abweichung besteht. Wie viel Prozent diese betragen sollte, ist leider nicht geregelt. Hier würde es sicher wiederum auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen. Fazit: Ein möglicher Ansatz für eine Vorzeitige Kündigung könnte der Faktor Speed sein. Machen Sie mehrmals am Tag einen Speedtest über Tage verteilt. Ist die Abweichung immer erheblich, könnte ggf. mit anwaltlicher Hilfe der verfrühte Wechsel glücken …

Wie wechsle ich richtig?

Sind Verfügbarkeit und Kündigungsfristen geklärt, geht es an den Wechsel an sich. Wichtig ist hier, dass sie nicht selbst kündigen, sondern beim neuen Anbieter (Glasfaser?!) zunächst bestellen. Am besten online. Dort werden Sie nach einem bestehenden Vertragsverhältnis gefragt und ob sie wechseln möchten. Der neue Anbieter übernimmt dann die Wechsel-Formalitäten für Sie.

Schon Anbieter gefunden?

Wenn nicht, kein Problem! Unsere Anbieterübersicht und der Tarifvergleich unterstützen Sie bei der Wahl des neuen Providers. Und dran denken – meist gibt es für Onlinebesteller tolle Rabatte!



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