Kein Glasfaser verfügbar?

Mögliche Gründe, Ursachen und alternative Möglichkeiten


Leider dürfte diese Diagnose in Deutschland noch der Standard als eine Ausnahme sein. Denn die Verfügbarkeit von Glasfaser-Internet ist bis dato nur in sehr wenigen Städte und Regionen gegeben. Der Ausbau wird sich unserer Meinung nach die kommenden Jahre aber beschleunigen. Vor 2025 sind aber kaum FTTH-Quoten von über 25 Prozent zu erwarten.

Glücklicher Weise gibt immer mehr Alternativen, die ähnliche Leistung versprechen und deutlich besser verfügbar sind. Der Konkurrenzdruck nimmt daher für klassische DSL-Netzbetreiber enorm zu. Vodafone und die Deutsche Telekom sehen sich zudem gerne als Wegbereiter in die „Gigabitgesellschaft“. Also einem Status Quo, wo möglichst viele Haushalte Zugang zu Breitbandanschlüssen haben, die hohe zweistellige bzw. sogar dreistellige MBit/-Werte bieten. Bis diese Vision Realität wird, werden gewiss noch etliche Jahre vergehen. Ein Technologiemix aus kabelgebundenen Breitbandnetzen, Brückentechniken und Mobilfunk (LTE), ebnet aber bereits heute den Weg dahin.

Einer der wichtigsten Faktoren zugunsten eines raschen Ausbaus, dürfte für die Telekom der Vorstoß der Kabelnetzbetreiber sein. Diese können ihren Kunden vielerorts bereits über 400 MBit/s bieten. Dem hat der Konzern in Regionen ohne Glasfaser aktuell nur Brückenlösungen entgegen zu setzen. Etwa die Hybrid-Technik, welche DSL und VDSL mit schnellem LTE kombiniert und so Zugänge von 100-200 MBit ermöglicht. Oder das neue G.fast, einer Art verbessertem VDSL, das seit 2017 langsam an Verbreitung gewinnt. Doch egal wie: Nur mit einem weitläufigen Hochgeschwindigkeitsnetz kann der Konzern der Konkurrenz künftig Paroli bieten.

Wer also in einer Region wohnt, wo noch kein Glasfaser-Internet angeboten wird, sollte einen Blick auf die möglichen Alternativ-Techniken werfen. Diese stehen  der Leistungsfähigkeit von FTTH mitunter nur wenig nach, versprechen aber dafür auch wesentlich häufiger verfügbar zu sein.

Gründe, warum kein Glasfaser-Internet anliegt bzw. ausgebaut wird

Die Kosten lohnen nicht überall... | Bild: Dt. Telekom Presse

Was früher schon beim DSL-Ausbau galt, gilt erst recht beim Glasfaser-Ausbau. Denn wo aus wirtschaftlichen Gründen all die Jahre die Anbindung ans Breitbandnetz per DSL ausblieb, ist ein Ausbau per FTTH noch viel unwahrscheinlicher. Ganz einfach weil die Kosten dafür nochmals weit über diesem Niveau rangieren.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Wenn man sich z.B. ohnehin auf eine Mischfinanzierung zwischen Netzprovider, Anwohnern und Gemeinde einigen konnte, fällt die Entscheidung zur Verlegung von Glasfasern leichter. Dann muss abgewogen werden bezüglich anfallender Mehrkosten und einer besseren Zukunftssicherheit.

Obwohl auch viele regionale Netzprovider (z.B. auch Energieversorger) schon auf Glasfaser setzen, ist es noch ein sehr langer Weg. Überregional baut seit 2011 vor allem die Deutsche Telekom Glasfaser-Internet aus. Die Kosten für einige hunderttausend Haushalte liegen meist im Milliardenbereich. Von daher kann man sich recht leicht ausmalen, dass für eine Versorgung auf dem Niveau von VDSL etwa (~35% der Haushalte), gut 10 Jahre oder mehr vergehen können.



Verfügbarkeitscheck per Ausbaukarte

Glasfaser-Internet (FTTH) ist schon vielerorts verfügbar. Prüfen Sie jetzt, ob auch Sie das Turbo-Internet nutzen können. Unsere Karte gibt Aufschluss! Jetzt hier prüfen!


Diese Illustration erläutert detailliert den Unterschied der drei gängigen Breitbandtechniken. Klicken zum Vergrößern!


Es muss nicht unbedingt Glasfaser sein! Auch mit anderen Techniken erreichen Sie Bestleistung. Eine Übersicht der Alternativ-Lösungen finden Sie hier